Hunderte Polizisten suchten flüchtigen Sexualstraftäter

- Er war vor fünfeinhalb Jahren einer der meistgesuchten Verbrecher Deutschlands. Sechs Mal entkam der mehrfach verurteilte Sexualstraftäter Frank Schmökel aus dem Maßregelvollzug. Zuletzt bei einem Freigang im Oktober 2000 - mit fatalen Folgen. Er verletzte einen Pfleger lebensgefährlich und erschlug Tage später auf seiner Flucht einen Rentner.

Mit "Schmökel - Der Mörder am Gartenzaun" startet heute die fünfte Staffel der ARD-Dokumentationsreihe "Die großen Kriminalfälle". Die ARD sendet fünf Folgen der Reihe jeweils montags um 21 Uhr oder (am 17. April) um 21.45 Uhr. Eine weitere Folge (29. März) wird mittwochs um 23.15 Uhr ausgestrahlt.

Nach dem flüchtigen Frank Schmökel suchten in Sachsen und im polnisch-tschechischen Grenzgebiet seinerzeit mehrere hundert Polizisten und Beamte des Bundesgrenzschutzes. Nach 13 Tagen wurde er bei Bautzen entdeckt und verhaftet. Die dreiviertelstündige Dokumentation von Christian Frey stellt seine Flucht in den Mittelpunkt, gibt darüber hinaus Einblicke in die Biografie Schmökels und zeichnet ein Bild seiner Person als Außenseiter - als Täter und Patient.

Nach dem Fall Schmökel folgt mit "Al Capone aus der Pfalz" (20. März) ein Beitrag über die nach Einschätzung der Polizei gefährlichste Jugendbande der frühen Bundesrepublik, auf deren Konto zwischen 1956 und 1961 fast 200 Einbrüche und Banküberfälle gingen. Benannt war sie nach ihrem Anführer Bernhard Kimmel, der von Zeitungen als "Al Capone aus der Pfalz" tituliert wurde. Der nach Verbüßung von fast zehn Jahren Haft vorzeitig entlassene Kimmel wurde 1981 auch noch zum Polizistenmörder und erhielt dafür lebenslänglich.

"Familienbande - Der Mörder und sein Sohn" (27. März) befasst sich mit der Entführung und Ermordung des Frankfurter Geschäftsmanns Jakub Fiszmann, die 1996 die Öffentlichkeit schockierte. "Tod im Taxi" (29. März) rekapituliert die Ermordung einer jungen Taxifahrerin im Saarland im Jahr 1993, die mittels DNA-Analyse aufgeklärt wurde. In "Post vom Tangojüngling" (10. April) geht es um zwei Bombenanschläge auf ein Postamt bei und eine Zeitungsredaktion in Bremen im Jahr 1951. Der Täter wurde mit dem mutmaßlich ersten Phantombild der deutschen Kriminalgeschichte überführt.

Die Reihe endet mit der "Rache der Marianne Bachmeier" (17. April), die vor 25 Jahren im Gerichtssaal den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter erschoss. Die Aufsehen erregende Tat, ihre Umstände und der folgende Prozess gegen Marianne Bachmeier, die inzwischen an Krebs starb, sorgten über Jahre hinweg immer wieder für Schlagzeilen.

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