Neues Satire-Video 

„Hurensöhne Mannheims“: Böhmermann mit böser Parodie auf Xavier Naidoo

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Mainz - Jan Böhmermann hat wieder zugeschlagen und ein bitterböses Satire-Video gedreht. Sein neues Opfer: Xavier Naidoo, dessen neues Album als rechtspopulistisch kritisiert wird.

Update vom 5. Mai 2017: Etliche Medien haben „Marionetten“, den neuen Song der Söhne Mannheims, verrissen. Merkur.de hat Text und Lyrics von "Marionetten" von Xavier Naidoo analysiert.

In seiner ZDF-Sendung Neo Magazin Royale hat Jan Böhmermann sein neues Satire-Video präsentiert. Es ist harter Tobak - ganz nach bekannter Böhmermann-Manier.

Böhmermann hat Xaviers Naidoos Band „Söhne Mannheims“ kurzerhand in „Hurensöhne Mannheims“ umbenannt und macht in seinem Video Werbung für das „neue, nicht-antisemitische Hitalbum ,Death to Israel‘“. Natürlich eine Anspielung auf das gerade veröffentlichte Album „Mannheim“, das den Söhnen Mannheims den Vorwurf von Rechtspopulismus einbrachte. 

Jan Böhmermann parodiert Xavier Naidoo

Böhmermann persönlich parodiert Xavier Naidoo - originalgetreu mit gelbgetönter Brille, Schiebermütze und Kapuzenpulli  - und hat einige der bekanntesten Hits des deutschen Musikers umgedichtet. „Der Jud‘ ist schuld, das steht zu hundert Prozent fest“, lautet eine besonders krasse Textzeile zur Melodie von „Wenn ein Lied meine Lippen verlässt“. Böhmermann dichtet außerdem: „Alles wird besser werden, wenn endlich die Politbonzen sterben.“

„Jeden Tag Montagsdemo in seinem CD-Player“

Das Album sei „jeden Tag Montagsdemo in deinem CD-Player“, wird für das Album der „Hurensöhne Mannheims“ geworben, in Anspielung auf die wöchentlichen Pegida-Mahnwachen. Die neuen Songs seien außerdem mit dem Lutz-Bachmann-Preis ausgezeichnet, also vom Gründer der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung. Gekrönt wird das Video von angeblichen Zitaten von Fans der „Hurensöhne Mannheims“. Dem „Maler und Lebenskünstler“ Adolf Hitler werden beispielsweise die Worte in den Mund gelegt: „Ich bin ja kein Nazi, aber ich finde diese Platte echt stark!“

Jan Böhmermann ging im Namen der Satire schon öfter an die Grenzen des guten Geschmacks. Berühmtestes Beispiel: Sein Schmähgedicht gegen Erdogan, das ihm sogar eine Strafanzeige der türkischen Regierung einbrachte.

Rubriklistenbild: © dpa

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