„Ich bin für die Bühne geboren“

Vor dem „Popstars“-Finale geben sich die letzten verbliebenen Bewerberinnen optimistisch – Fans entscheiden

Gestern noch „Stars“, heute verglüht. Vor einem Jahr formierte sich eine Band namens „Room 2012“ als Sieger des Pro Sieben-Castingwettbewerbs „Popstars“. Die CDs der Truppe verkauften sich jedoch nur mäßig. Heute kann sich kaum mehr jemand an Tialda, Julian, Sascha und Cristobal erinnern. Dafür fiebern sechs hoffnungsvolle Kandidatinnen dem Finale der neuesten „Popstars“-Staffel heute um 20.15 Uhr bei Pro Sieben entgegen Unter dem Motto „Just 4 Girls“ hatte im Herbst der Wettbewerb begonnen, an dessen Ende vier junge Frauen eine Mädchenband bilden sollen. Der Name der Gruppe steht schon fest – „Queensberry“.

Die Geschichte des inzwischen acht Jahre alten Castingformats zeigt, dass Frauen sich danach besser vermarkten lassen als Männer. Den Anfang machten im Jahr 2000 die „No Angels“, die mit aller Macht in die Charts stürmten, sich dann trennten und nach ihrer Wiedervereinigung neue Erfolge feierten – sieht man vom blamablen letzten Platz beim Eurovision Song Contest im Mai in Belgrad einmal ab.

Auch die Gruppe „Monrose“ mit Bahar, Sandy und Senna, Sieger im Jahr 2006, hielt sich länger, als viele Branchenkenner erwarteten. Um die Boygroup „Overground“ und die Formation „Nu Pagadi“ wurde es dagegen schnell wieder still.

Beim Finale der siebten Staffel werden heute drei „Popstars“-Kandidatinnen unter sich ausmachen, wer den letzten verbleibenden Platz bei „Queensberry“ neben den bereits feststehenden Sängerinnen Vici (16), Leo (20) und Gabby (19) einnimmt. Zur Wahl stehen Antonella, Patricia (beide 17) und Kay Kay (22). Und alle drei sind siegessicher. „Optisch und stimmlich passe ich einfach perfekt in diese Band“, sagt Antonella. Kay Kay glaubt an den Erfolg, „weil ich stark bin und es einfach kann“. Und auch Patricia strotzt vor Selbstbewusstsein: „Ich bin für die Bühne geboren.“

Nicht die Jury wird entscheiden, wer gewinnt, sondern die Fans. Und für die haben sich Sender und Plattenfirma ein ausgefuchstes, weil für das junge „Wahlvolk“ reichlich kostspieliges Verfahren ausgedacht. Seit einigen Tagen stehen drei verschiedene Alben zum Verkauf, mit Vici, Leo und Gabby und jeweils einer der drei verbliebenen Kandidatinnen. Die Verkaufsresultate sollen laut Pro Sieben mitentscheiden.

Beim Finale, das live aus dem niederländischen Hilversum übertragen wird (Moderation: Charlotte Engelhardt und Oliver Petszokat), entscheiden die Zuschauer dann endgültig durch kostenpflichtige Anrufe über die Zusammensetzung von „Queensberry“.

Ob der Wettbewerb im nächsten Jahr nochmals aufgelegt wird, ist laut Pro Sieben noch nicht entschieden, aber durchaus wahrscheinlich, zumal die jetzt auslaufende Staffel mit rund 17,5 Prozent Marktanteil unter den 14- bis 49-jährigen Zuschauern die zweitbeste in der „Popstars“-Geschichte bei Pro Sieben war.

von Carsten Rave und Rudolf Ogiermann

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