"Ich glaube an die ewige Liebe" - Hannah Herzsprung über Klassiker, Rollen und Theater

München - Die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin Hannah Herzsprung (27) ist heute als Lotte in Uwe Jansons Literaturverfilmung "Werther" (22.35 Uhr, arte) zu sehen.

Welche Erinnerungen an Klassiker haben Sie aus Ihrer Schulzeit?

"Werther" war für mich der Klassiker, den ich am besten verstanden habe und nachvollziehbar fand.

Was genau fanden Sie nachvollziehbar?

Natürlich hat mich das Thema Liebeskummer beschäftigt. Ich war froh festzustellen, dass ich damit nicht alleine bin. Und ich habe gemerkt, dass ich so schlecht wie Werther dann doch nicht dran bin.

Glauben Sie an die ewige Liebe?

Ja, ich glaube daran und halte sie für sehr wichtig.

Was lieben Sie an sich selbst?

Ich bin froh, dass ich Geduld habe und Durchhaltevermögen und dass ich auch gut alleine sein kann.

Viele Fans lieben ihre Idole. Können Sie das nachvollziehen?

Ich kenne das so nicht. Romy Schneider war eine wichtige Person für mich. Sie habe ich von klein auf verfolgt in ihren Filmen. Aber es gibt sehr viele, immer neue Persönlichkeiten, die mich inspirieren.

Wie wählen Sie Ihre Rollen aus?

Der Bauch entscheidet. Ich lese ein Drehbuch wie normale Bücher. Entweder legt man es recht schnell zur Seite, weil man nicht viel damit anfangen kann. Oder es fesselt einen, und man will sich damit auseinandersetzen. Wenn das der Fall ist, tue ich alles für dieses Drehbuch und diese Rolle.

Würden Sie auch gerne Theater spielen?

Ich habe schon lange Lust, Theater zu spielen. Aber ich muss noch viel an mir arbeiten, bis ich mich auf eine Bühne traue und dort den Raum füllen kann. Ich habe ja keine klassische Schauspielausbildung.

Im Kino sind Sie bald in "Der Baader Meinhof Komplex" zu sehen.

Ja, da spiele ich eine kleine, aber spannende Rolle - Susanne Albrecht, die Nichte des Bankiers Jürgen Ponto, die Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar in das Haus ihres Onkels gelassen hat. Das sollte eigentlich nur eine Entführung werden, endete aber im Tod Pontos. Für Albrecht war das sehr schwer zu verkraften. Ich wusste schon einiges über diese Zeit, aber habe mich natürlich für diese Rolle noch mal intensiver damit befasst. Das finde ich auch so spannend an meinem Beruf - dass man sich für einen Film richtig Zeit nehmen kann, sich mit dem entsprechenden Thema zu beschäftigen.

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