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Lottofee Franziska Reichenbacher präsentiert die Lottozahlen im Gläsernen Studio des Hessischen Rundfunks hoch über Fankfurt.

"Ich werde nicht im Abendkleid auftreten"

Frankfurt/Main - Lottofee Franziska Reichenbacher über die "Ziehung der Lottozahlen", die auf den alten Sendeplatz zurückkehrt.

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Geschichte derLottozahlen im TV

Tipper müssen von diesem Wochenende an wieder rund zwei Stunden länger warten, bis sie erfahren, ob sie zu den Gewinnern zählen. Wegen der verlängerten „Sportschau“ kehrt die „Ziehung der Lottozahlen“ auf den Sendeplatz im Anschluss an die ARD -Samstagabendshow zurück, den sie bis 1993 innehatte (siehe auch Kasten). Künftig wird „Lottofee“ Franziska Reichenbacher (41) immer gegen 22 Uhr die Zuschauer aus dem Studio „hoch über Frankfurt“ begrüßen.

Sind Sie an diesem Samstag aufgeregter als sonst?

Das nicht, aber ich bin sehr gespannt, wie es sich anfühlt, mit der „Ziehung der Lottozahlen“ auf diesen für mich ganz neuen Sendeplatz am späteren Abend zu wechseln. Atmosphärisch ist das ganz neu. Die Zuschauer sind ja in einer anderen Stimmung, sie haben vorher etwas anderes gesehen als bisher und werden auch anschließend etwas anderes sehen. Darauf muss ich mich mit meiner Moderation einstellen.

Werden Sie sich anders anziehen?

Natürlich gehört zu den passenden Worten, mit denen man das Publikum begrüßt, auch die passende Kleidung. Früher war die Ziehung am Vorabend, im Umfeld des Fußballs, da habe ich auch mal eher Sportliches getragen. Das heißt nicht, dass ich jetzt immer im langen Abendkleid auftrete, aber ein bisschen eleganter darf es schon sein. Ich werde meinen Kleiderschrank also kritisch durchsehen müssen, ob da jetzt noch alles passt.

Wenn vorher Live-Shows laufen, wird Ihr Arbeitstag ja künftig ganz schön lang sein, vor allem, wenn deren Moderatoren kräftig überziehen.

Auf längere Arbeitszeiten muss ich mich einstellen, das ist richtig. Ich mache ja um kurz vor 20 Uhr die einminütige Ansage, in der ich schon ein paar Gewinnzahlen der „Glücksspirale“ bekanntgebe und auf den genauen Zeitpunkt der Ziehung hinweise. Ich beginne also fast so früh wie bisher und werde sicher in Zukunft öfter erst nach 23 Uhr rauskommen. Aber das gehört zu meinem Job und ist insofern kein Problem.

Was sagt Ihre Familie dazu?

Die lässt mich hoffentlich sonntags länger ausschlafen. (Lacht.)

Ändert sich ewas am Ablauf der Sendung?

Nein, die Dramaturgie bleibt gleich. Neu ist, dass die Sendung künftig immer fünf Minuten dauern wird. Bisher durfte sie, wenn die Bundesliga Pause hatte, sieben Minuten dauern. Aber diesen kleinen Unterschied haben die Zuschauer vermutlich gar nicht bemerkt.

Gab es nie die Überlegung, die Ziehung angesichts wechselnder Sendezeiten künftig aufzuzeichnen?

Wenn es diese Überlegung gab, so ist man ganz schnell wieder davon abgekommen. Die „Ziehung der Lottozahlen“ verdankt ihre Glaubwürdigkeit der Live-Ausstrahlung. Der Zuschauer weiß: Es passiert genau jetzt! Würden wir sagen, dass wir um 20 Uhr aufzeichnen, könnte man uns unterstellen, wir hätten schon um 18 Uhr aufgezeichnet, damit an der Sendung beteiligte Personen noch schnell Lotto spielen können. Es stünde also sofort die Frage im Raum, ob das alles korrekt abläuft. Außerdem besteht bei Aufzeichnungen immer die Gefahr, dass Bänder verwechselt werden. Das ist ja sogar mit der Neujahrsansprache des Bundeskanzlers bereits passiert.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, den Job als „Lottofee“ aufzugeben?

Im Moment nicht. Je länger ich die Sendung mache, desto mehr Spaß macht sie mir. Auch wenn die Ziehung dem immer gleichen, strengen Ablauf folgt, so gab es doch im Lauf der Jahre einige Veränderungen, unter anderem eine andere Choreographie, ein neues Studio und jetzt der neue Sendeplatz. Es ist immer schön, wenn man sich mit einer Sendung weiterentwickeln kann, deshalb würde ich sie gerne noch eine ganze Weile moderieren.

Sie spielen selbst auch Lotto und haben vor Jahren einmal vier Richtige gehabt, was Ihnen 74,90 Mark einbrachte. Ist es Ihnen seitdem gelungen, diese Summe zu toppen?

Nein, leider nicht. Ich hatte zwar vor einiger Zeit drei Richtige mit Zusatzzahl und am gleichen Tag auch noch die richtige Endziffer im „Spiel 77“, aber dafür gab’s zusammengerechnet nur etwa 30 Euro. Also muss ich weiter dran arbeiten.

Verraten Sie unseren Lesern Ihre persönlichen Glückszahlen?

Nein. (Lacht.)

Das Gespräch führte Rudolf Ogiermann.

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