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Ingo Zamperoni.

USA-Korrespondent kehrt ins ARD-Studio zurück

Ingo Zamperoni wird wieder Mr. Tagesthemen

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Hamburg - Ingo Zamperoni kommt am Montagabend als Tagesthemen-Moderator zurück. Für ihn ist es der Wechsel von einem Traumjob zum nächsten.

Ingo Zamperoni kennt sich aus mit den Tagesthemen: Er war bereits von 2012 bis 2014 dort zu sehen.

Damals vertrat der 42-Jährige Halbitaliener noch Nachrichtenmoderator Tom Buhrow, der später seinen Job als Tagesthemen-Moderator aufgab und Vorsitzender des NDR-Verwaltungsrates wurde. Schon zu diesem Zeitpunk galt Ingo Zamperoni als heißester Kandidat für den Posten als Hauptmoderator der Tagesthemen. Doch zunächst ging der Job nicht an ihn, sondern an Thomas Roth. Ingo Zamperoni bekam eine Stelle als USA-Korrespondent der ARD und ging nach Washington.

Doch jetzt kommt Zamperoni wieder zurück an seinen alten Arbeitsplatz, wie die ARD im April bekannt gegeben hatte.

Ingo Zamperoni hat schon im Tagesthemen-Studio geübt

Damit folgt er auf T homa s Roth, der die Tagesthemen am 2. Oktober zum letzten Mal moderiert hat. Roth wird am 21. November 65 Jahre alt und geht in den Ruhestand. Ab Montag, 24. Oktober, ist Ingo Zamperoni dann täglich um 22.15 Uhr live im Fernsehen zu sehen. 

Und dafür hat er bereits geübt: Der geborene Wiesbadener ist 1,95 Meter groß - was im Tagesthemen-Studio durchaus eine Herausforderung sein kann. „Ich habe die freien Zeitfenster genutzt, um Bewegungen und Schritte auszuprobieren“, erzählt Zamperoni. Die Moderatoren bei den Tagesthemen gehen an einer 18 Meter langen Medienwand vorbei, über die Videos, Bilder und Grafiken eingespielt werden. Die gab es noch nicht, als Zamperoni damals die Nachrichtensendung moderiert hat:  Je tzt sieht man mich ganz, da muss ich mich bewegen, ich muss checken, wie das Timing geht“, erzählt Ingo Zamperoni der Gala. „Früher war ich ja am Stuhl festgetackert.“Der Moderator freut sich auf seine Aufgabe. „Es fühlt sich sehr familiär an.“

Ingo Zamperoni: Bei den Tagesthemen muss er sich umstellen

Mit dem Wechsel des Landes - von Mississippi in den USA ins Hamburger Studio - muss sich Ingo Zamperoni auch wieder an einen Dresscode gewöhnen. Als US-Korrespondent war ein Anzug nämlich weniger wichtig. Trotzdem ist Zamperoni mit seinem Jobwechsel sehr zufrieden, wie er zum Spiegel sagte: „Das wird ein Wechsel von einem Traumjob zum anderen.“

Doch wie wurde der Halbitaliener eigentlich zu Mister Tagesthemen? Zamperoni machte nach dem Abitur Zivildienst und studierte bis 1999 Amerikanistik, Jura und Geschichte in Konstanz, Berlin und Boston. 

Nach seinem Volontariat beim NDR moderierte er ab 2005 aktuelle Sendungen im NDR Fernsehen, darunter das Landesprogramm "Hallo Niedersachsen" und das Auslandsmagazin "Weltbilder". Außerdem vertrat Ingo Zamperoni schon damals ARD-Korrespondenten in Washington und London. Der Fernsehmoderator engagiert sich als Botschafter der Kinderhilfsorganisation „Save the Children“ und setzt sich dabei besonders für Bildungskampagnen in Kriegsgebieten ein. 

Die Tagesthemen moderiert er ab Montag im Wechsel mit Hauptmoderatorin Caren Miosga (47). Ob er sich dafür auch einen markanten Stil überlegen wird, so wie etwa sein Vorgänger Thomas Roth, der seine Zuschauer stets mit „Kommen Sie gut durch die Nacht“ verabschiedete? Der neue Mister Tagesthemen will sich an einem seiner Vorgänger, Hanns-Joachim Friedrichs, orientieren - was er sagen möchte, hat er noch nicht verraten.   

Ingo Zamperoni verärgte schon einmal Tagesthemen-Zuschauer

Ingo Zamperoni ist der Sohn einer Deutschen und eines Italieners. Beim EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Italien im Jahr 2012 hat Zamperoni bereits den Zorn vieler deutscher Fans auf sich gezogen. In der Halbzeitpause verkündete er lächelnd in den Tagesthemen auf deutsch und italienisch: „Möge der bessere gewinnen." Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings schon 2:0 für Italien. 

Daraufhin beschwerten sich Zuschauer bei der ARD-Chefredaktion: Es sei eine Unverschämtheit, einen Moderator mit italienischen Wurzeln bei einem solch bedeutenden Abend für Fußball-Deutschland einzusetzen, hieß es dort. In einem Interview mit der Welt erklärte Zamperoni jedoch, dass man sehr wohl Deutscher sein kann, ohne seine ausländischen Wurzeln zu verneinen.

Nach Angaben des Ersten schalteten im Jahr 2016 im Durchschnitt 2,68 Millionen Zuschauer die täglichen Tagesthemen ein.

Mit Material der dpa 

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