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Nach dem Gespräch von Markus Lanz mit Sahra Wagenknecht wurde die Aktion gestartet (re. Moritz Bleibtreu).

25.000 Zuschauer fordern Aus beim ZDF

Internet-Aufstand gegen Markus Lanz

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München - Eine Sendung von vergangener Woche war die Initialzündung: Im Internet gibt es einen Aufstand gegen Markus Lanz. 25.000 Zuschauer fordern sein Aus beim ZDF.

Es gibt nicht viele Moderatoren im deutschen Fernsehen, die sich konsequent so heftig kritisieren lassen müssen wie Markus Lanz. Vor allem nach jeder Ausgabe von Wetten, dass..? lassen sich Zuschauer und Journalisten da­rüber aus, wie unprofessionell, unlustig und unsouverän der 44-Jährige vor dem Bildschirm agiert. Meistens ist die Kritik berechtigt, auch wenn manche Formulierungen unter der Gürtellinie sind. Nun bekommt das „Lanz-Ba­shing“ noch eine neue Dimension: Über die Internet-Plattform openpetition.de wurde eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen mit dem Ziel, das ZDF möge Markus Lanz feuern. Bis Dienstagnachmittag hatten bereits über 25 000 Menschen unterzeichnet!

Markus Lanz: Darum darf das ZDF ihn nicht feuern

Markus Lanz hat es sich mit den Zuschauern verscherzt

Initiatorin der Petition ist Maren Müller aus Leipzig. Ihr muss der Kragen geplatzt sein, als sie am vergangenen Donnerstag die Talkrunde von Markus Lanz im ZDF einschaltete und das – tatsächlich unsägliche – Gespräch des Moderators mit Sahra Wagenknecht verfolgte. Vor allem, als Lanz die Politikerin (Die Linke) zu ihrer Haltung Europa gegenüber befragte, wurde er unangenehm aggressiv, er unterbrach sie ständig und ließ sich noch nicht einmal davon beirren, dass Wagenknecht für ihre Aussagen vom Studiopublikum, durchaus Applaus bekam.

"Ich fordere das ZDF auf, sich von Markus Lanz zu trennen"

Auf openpetition.de schrieb Maren Müller daraufhin: „Die Sendung Markus Lanz vom 16.01.2014 zeigte zum wiederholten Male, dass Herr Lanz weder fähig noch willens ist, seinen Gästen gleichberechtigt Wohlwollen, Rederecht und Anstand entgegenzubringen.“ Ein Moderator, der offenbar große Probleme damit habe, dem politischen Spektrum links von der Mitte mit einem Mindestmaß an Höflichkeit zu begegnen, passe nicht in ein öffentlich-rechtliches Format, erklärte Müller und erntete viele zustimmende Kommentare. Zum Schluss formulierte sie ganz offiziell: „Ich fordere das ZDF auf, sich von Markus Lanz zu trennen.“

Petition gegen Markus Lanz läuft bis zum 16. März

Bis zum 16. März können Lanz-Kritiker noch unterschreiben. „Für gewöhnlich suchen die Petenten dann eine Möglichkeit, die Unterschriften zu übergeben, in diesem Fall an das ZDF“, sagt Fritz Schadow, Pressesprecher von openPetition, der tz. Vom Mainzer Sender war am Dienstag Folgendes zu hören: „Viele Zuschauer haben den Stil der Diskussion mit Frau Wagenknecht kritisiert. Diese Kritik nehmen wir ernst und haben das auch intern diskutiert.“ Markus Lanz selbst hatte keine Zeit, sich zu äußern.

thy

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