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Wieder vereint: Axel Stein (M.) und Tom Gerhardt (r.) spielen gemeinsam in der Fußballkomödie "Volltreffer".

Am Dienstag in Fußballkomödie

tz-Interview mit Axel Stein: "Als Bayern-Manager genauso machen"

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München - Axel Stein und Tom Gerhardt stehen wieder gemeinsam vor der Kamera. In der Fußballkomödie "Volltreffer" spielen sie Schwiegersohn und -vater. Ersterer spricht im Interview.

Booah ey, voll krass! Man muss schon zweimal hinschauen, um in Axel Stein den dicken, unterbelichteten Hausmeistersohn Tommie Krause wiederzuerkennen. 80 Folgen lang spielte der Wuppertaler an der Seite von Tom Gerhardt in der Sat.1-Comedyserie Hausmeister Krause. Acht Jahre später und um 40 ­Kilos leichter landet er an diesem Dienstag mit einer romantischen Fußballkomödie einen Volltreffer. Stein spielt den Witwer Philipp, der für seine Kinder und den BVB so ziemlich alles tun würde. Um zu verhindern, dass der FC Bayern einen der wichtigsten Spieler aus Dortmund kauft, entführt er sogar die hübsche Managerin, die den Deal perfekt machen soll. Wie wichtig ihm Fußball im echten Leben ist, verrät Axel Stein (34) im tz-Interview.

Herr Stein, auf einer Skala von null bis zehn. Wie groß ist Ihre Leidenschaft für Fußball?

Axel Stein: Also ich bin jetzt kein ­Hooligan (lacht), aber ein ziemlich engagierter 1.-FC-Köln-Fan. Fußball macht mir Spaß, ohne dass ich ihn zu ernst nehme. Insofern sehe ich mich auf der Skala bei einer soliden sechs.

In der Sat.1-Komödie "Volltreffer" gehen Sie ziemlich weit, um den Wechsel eines Dortmunder Starkickers zum FC Bayern zu verhindern. Können Sie die starken Emotionen der Fans beim Transferpoker verstehen?

Szene aus dem Film.

Stein: Ja, na klar. Seit Jahren gibt sich der BVB alle Mühe, sich gut aufzustellen, um gegenüber dem FC Bayern konkurrenzfähig zu bleiben. In der Vergangenheit konnte sich schon der Eindruck aufdrängen, dass der FC Bayern mit seinen Transfers die anderen Vereine kleinzuhalten versucht. Aber das ist ja auch nicht ohne Grund der Eliteverein Europas, und wäre ich Bayern-Manager, würde ich's vielleicht genauso machen.

In "Volltreffer" spielt Tom Gerhardt ihren demenzkranken Schwiegervater. Wie war es, nach der gemeinsamen Arbeit für "Hausmeister Krause" wieder vor der Kamera zu stehen?

Stein: Wir haben uns nie aus den Augen verloren. Auch nach der letzten Staffel vor acht Jahren gab's noch ein paar gemeinsame Filme. Es hat mich sehr gefreut, dass Tom die Rolle des demenzkranken Schwiegervaters übernommen hat. Das war einfach mal was komplett anderes. Eine Seite, die man so von ihm nicht kennt. Ich glaube, dass er gelegentlich unterschätzt wird.

So wie Sie? In "Hausmeister Krause" hatten Sie einige Kilos mehr, den Spitznamen ­Fettie und nicht gerade ein Image, das man sich als Teenager wünscht. Wie sind Sie als damals 16-Jähriger damit umgegangen?

Stein: Eigentlich ganz entspannt. Ich konnte schon immer ziemlich gut über mich selbst lachen. Außerdem war Tommie Krause ja ein extremer Voll­prolet, hinter dem man sich gut verstecken konnte. Privat hat mich nie jemand Fettie genannt. Im Gegenteil, die Leute haben sehr positiv auf mich reagiert.

Was verdanken Sie der Rolle?

Stein: Eigentlich alles. Ich bin damals so reingerutscht und dank der Constantin-Film und Bernd Eichinger direkt auch im Kino gelandet. Hausmeister Krause hat das Fundament für meine Karriere gelegt. Dafür bin ich heute noch dankbar.

Was wären Sie sonst geworden?

Stein: Ich glaube, ich hätte irgend­etwas mit Autos gemacht. Die sind bis heute meine große Leidenschaft. Ich bin ein echter Technik-Klaus, der Benzin im Blut hat ...

... und Blei im Fuß. Sind Sie dank ­Stefan Raab nicht der amtierende Stockcar-Challenge-Champion?

Stein: Exakt. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich fünf- oder sechsfacher Stockcar-Challenge-Meister bin, aber auf jeden Fall bin ich unangefochten und ungeschlagen (lacht). Die Pokale stehen alle bei meiner Mutter in Wuppertal - die hab ich ihr geschenkt.

Sie haben in den letzten acht Jahren eine extreme Wandlung durchgemacht - optisch und auch schauspielerisch. Um zu beweisen, dass Sie nicht nur der lustige Dicke sind?

Stein: Ich wurde ja jahrelang in so eine Schublade gepresst, hab aber davon nichts angenommen, weil ich mich weiterentwickeln wollte. Und wenn ich etwas will, kann ich sehr ehrgeizig sein.

Was würden Sie sagen, ist das Beste an der Schauspielerei?

Stein: Ich liebe es, Geschichten zu erzählen, jeden Tag woanders zu sein, mit neuen Leuten zusammenzuarbeiten. Filme zu machen, ist für mich nach wie vor ein großes Abenteuer. Ja, ich würde sagen, das ist meine größte Leidenschaft.

Interview: Astrid Kistner

"Volltreffer", Dienstag (4. 10.), 20.15 Uhr, Sat.1

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