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Einsätzkräfte kümmern sich um das Opfer: Die Folge von München Mord wird vom Isarmord inspiriert.

Ungelöster Fall mit besonderem Ende

TV-Krimi über den Isarmord kommt ins Fernsehen

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München - Der Isarmord ist noch immer nicht aufgeklärt. Dennoch kommt der Fall nun in etwas abgeänderter Form ins Fernsehen. Für die Regisseure eine besondere Aufgabe.

Man möchte ihm die Frage entgegenrufen, dem Unbekannten, der vor drei Jahren den italienischen Ingenieur Domenico Lorusso an der Isar erstochen hat: "Wo bist du, Feigling?" Seither wurde fieberhaft gefahndet - umsonst. Wer der Mann ist, der am Frühsommerabend 2013 erst die Verlobte von Lorusso anspuckte und danach Domenico abstach, ist bis heute ungeklärt.

In der neuen Folge von München Mord beschäftigen sich die Ermittler Ludwig Schaller (Alexander Held), Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) und Angelika Flier (Bernadette Heerwagen) mit einem Fall, der am sogenannten "Isarmord" orientiert ist.

Ungewöhnliches Ende

Der Tatort.

Der Schriftsteller Friedrich Ani hat zusammen mit Ina Jung das Drehbuch geschrieben. Der Schluss ist ungewöhnlich. So ungewöhnlich, dass sie Sorge hatten, ob er durchgehen würden bei den Verantwortlichen. Es gelang. Und ist ein Lob auf die Polizeiarbeit. War ihnen das wichtig? "Genau genommen ist jeder Krimi ein Lob auf die Polizeiarbeit", sagt Ani. "Weil man Kommissare so darstellt, dass sie Fälle lösen und die Guten sind." Für die Filmrecherche haben er und Jung wieder eng mit den ermittelnden Beamten zusammengearbeitet. Haben miterlebt, wie ernüchternd es ist, im Dunkeln zu tappen.

Das bildet ihr Krimi, den Anno Saul einfühlsam inszeniert hat, gelungen ab. Auch die ZDF-Ermittler scheinen es mit einer Zufallstat zu tun zu haben. Keine Verbindung zwischen Täter und Opfer. Ein Schreckensszenario für jeden Kommissar.

Fiktion - angeregt vom echten Leben

Szene aus München Mord.

Insofern ist der Isar-Mord kein klassischer Krimi-Plot. Weil der Täter nicht gefunden wurde, geht die typische Chronologie Verbrechen - Ermittlungen - Täterüberführung hier nicht auf. "Dieser Fall ist viel zu tragisch und zu groß, als dass wir sagen können: Ja, da hängen wir uns jetzt dran und machen einen launigen Krimi draus", sagt Ani. Es bleibt Fiktion, angeregt vom echten Leben. Das sei für die Qualität wichtig - "wenn man sich auf dem Feld der Kriminalliteratur oder des Kriminalfilms bewegt, wäre es ja geradezu fahrlässig, sich nicht an der Realität zu orientieren", betont er.

Und erhöht es nicht auch den Spannungseffekt, wenn es sich um Fälle handelt, die tatsächlich passiert sind? Ein klares Nein vom Krimischreiber. "Weder Ina noch ich haben die Vorstellung von einem Gruseleffekt, das ist nicht unser Ding", betont er. "Ums Gruseln geht's da nicht, sondern um das Erzählen von Schicksalen und die Trauer, die entsteht, wenn ein Verbrechen geschieht. Da versuchen wir so behutsam aber auch so genau wie möglich zu erzählen."

Schon Thema bei "Aktenzeichen XY … ungelöst

Auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst" hat Anfang August den Mord an Domenico noch einmal aufgenommen. Mehr als 70 neue Hinweise erhielt die Polizei danach.

Hofft Ani auch ein bisschen, durch das Aufarbeiten ungeklärter Fälle Aufmerksamkeit zu erhalten - und so vielleicht doch noch eine Lösung des Falls herbeiführen zu können? "Natürlich, die Hoffnung bleibt, aber sie ist leider nicht sehr realistisch."

Katja Kraft

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