30 Jahre "Soko 5113": Länger im Dienst als Derrick

- 30 Jahre, 381 Folgen, 22 Kommissare ­ "Soko 5113" zählt zu den Dauerbrennern im deutschen Fernsehen. Das ZDF feiert den runden Geburtstag der Münchner Ermittler heute um 21.15 Uhr mit einer 90-minütigen Spezialausgabe und der langen "Soko 5113"-Nacht ab 0.30 Uhr.

Als im Januar 1978 die erste Folge der "Soko 5113" über die oft noch schwarz-weißen Bildschirme in deutschen Wohnzimmern flimmerte, war die Nation gespalten. Die professionellen Zuschauer, die Fernsehkritiker, äußerten sich entsetzt. Die breite Mehrheit aber war begeistert: 9,73 Millionen Zuschauer verfolgten gebannt das erste Abenteuer der Münchner Sonderkommission, das heute um 0.30 Uhr nochmals ausgestrahlt wird.

Der Erfolg hat trotz massiv gewachsener Konkurrenz angehalten. Wann immer die Sonderkommission tätig gewesen sei, erklärt ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut, "sehe ich entspannt den Einschaltquoten entgegen, denn ­ toi, toi, toi ­ die Soko 5113 ist eine sichere Bank".

Zu ihrem Kultstatus hat der Sendung vor allem auch Wilfried Klaus verholfen, der seit Drehbeginn Hauptkommissar Horst Schickl spielte. Zwar stieg Klaus auf eigenen Wunsch aus der Serie aus und absolvierte im vergangenen Dezember seinen letzten Drehtag. Doch in einigen bereits produzierten Folgen wird er noch zu sehen sein. Längst ist er der dienstälteste Ermittler im deutschen Fernsehen und hat sogar Horst Tappert alias "Derrick" überholt, der zwar seit 1974 TV- Morde aufklärte, 1998 aber laut Drehbuch zu Europol befördert wurde ­ was das Ende der Kultserie bedeutete.

Seine Figur Schickl beschreibt Wilfried Klaus als "diszipliniert, konservativ und korrekt". "Soko 5113" erzähle im Gegensatz zu vielen anderen Krimis auch aus dem Privatleben der Ermittler. "Persönliche Probleme der Kommissare gehören zu den Geschichten", sagt Klaus. Der bayerische Dialekt sorge für den "besonderen Charme".

Weniger konservativ und diszipliniert als üblich agiert Hauptkommissar Schickl in der heutigen 90-Minuten-Folge. Nach einem Foltervorwurf wird er von der Aufklärung eines Mordes an einem früheren Kollegen abgezogen. Als er auf eigene Faust weiterermittelt und der Hauptverdächtige tot gefunden wird, gerät der sonst so korrekte Beamte unter Mordverdacht.

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