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Die Sängerin Jamie-Lee Kriewitz jubelt: Sie fährt nach Stockholm zum ESC 2016.

Unser guter Geist in Stockholm

Jamie-Lee Kriewitz singt Ghost beim ESC für Deutschland

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Köln - Deutschlands Teilnehmerin für den Eurovision Song Contest in Stockholm steht fest! Jamie-Lee Kriewitz, die erst 17-jährige "The Voice of Germany"-Siegerin, darf die Reise nach Norden antreten.

Die junge Künstlerin, die vor allem durch ihren extravaganten Kleiderstil auffällt, wird Deutschland am 14. Mai vertreten. Das entschieden die TV-Zuschauer bei der ARD-Show zum Vorentscheid am Donnerstagabend. Der Weg zum ESC-Ticket war allerdings lang. Jamie-Lee musste sich gegen neun Künstler durchsetzen.

„Andreas Kümmert wollte nicht, Xavier Naidoo durfte nicht und der NDR hatte ein Problem: Ich hatte nämlich Zeit.“ Barbara Schöneberger hatte gestern gleich zu Beginn der Übertragung die Lacher auf ihrer Seite. Gewohnt elegant begrüßte die Moderatorin die TV-Zuschauer und das Saalpublikum. Eines war sofort klar: Den Rückzieher des Vorentscheid-Siegers Andreas Kümmert im vergangenen Jahr hatte die Moderatorin nicht vergessen. „Ich habe alle Teilnehmer im Vorfeld mehrfach den Satz sagen lassen: Ich nehme die Wahl an“, scherzte Schöneberger.

Die Künstler ließen sofort Taten sprechen. So legte beispielsweise Schlagersängerin Ella Endlich einen Auftritt in Spitzen-BH und Minirock à la Helene Fischer hin. Absolut ESC-tauglich! Es folgte das Schwestern-Duo Joco, die Mittelalter-Gruppe Gregorian, Woods of Birnam, die Band von Schauspieler Christian Friedel, die Bands Luxuslärm und Keøma. Dann waren die Rocker von Avantasia dran. Mit dem Lied Mystery Of A Blood Red Rose brachten sie die Bühne zum Beben.

Und dann kam er: Alex Diehl. Der Mann, der seinen Song Nur ein Lied unter dem Eindruck des Terrors von Paris schrieb. Nur von einem Klavier begleitet, saß der gebürtige Oberbayer auf der Bühne und begleitete sich selbst mit der Gitarre. Im Hintergrund der Text des Stücks in drei Sprachen. Eine schöne Idee. Einziges Manko: Es hatten sich ein paar Rechtschreibfehler eingeschlichen ...

Gleich darauf folgte Jamie-Lee! Sie wurde von Smudo, ihrem Coach und Sänger der Fantastischen Vier, begleitet. Er drückte im Publikum die Daumen. Im gewohnt farbenfrohen Outfit verzauberte sie das Publikum mit einer engelsgleichen Stimme - und einem Lied, das irgendwie ziemlich vertraut klang.

Zum Abschluss Laura Pinski – das Rückkehrticket von Ralph Siegel auf die deutsche ESC-Bühne. Das Lied Under The Sun We Are One der Supertalent-Finalistin stammt aus der Feder des ewigen ESC-Komponisten.

Und dann wurde es spannend. Die TV-Zuschauer konnten entscheiden, welche drei Teilnehmer ins Finale durften. Ohne lange zu zögern, nannte Schöneberger die Namen: Avantasia, Alex Diehl und Jamie-Lee kamen weiter und durften ihr Lied noch einmal singen. Dann das Ranking: Auf dem dritten Platz Avantasia, auf Rang zwei Alex Diehl. Damit war klar: Die Siegerin heißt Jamie-Lee! Die 17-Jährige hüpfte wie verrückt über die Bühne und konnte es nicht glauben. „Ich werde hart üben und arbeiten, damit alles perfekt ist“, versprach die junge Sängerin, deren Augen verdächtig glitzerten. Zum Abschluss gab es noch einmal ihren Song – und Standing Ovations. 

Lena Meyer

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