Jauch darf weiter Werbung machen

- Günther Jauch darf als Moderator der voraussichtlich im September 2007 startenden Nachfolgesendung von "Sabine Christiansen" offenbar weiter auch Werbeverträge abschließen. Der "Spiegel" berichtet unter Berufung auf ARD-Kreise, dass nach dem Vertragsentwurf zwischen dem Senderverbund und Jauch nur Werbung ausgeschlossen sein soll, die die Glaubwürdigkeit der ARD beschädigen würde.

Als mögliche Beispiele für ein Verbot nannte das Nachrichtenmagazin Reklame für die Deutsche Telekom, die als Großunternehmen häufig Gegenstand der Jauch-Sendung sein könnte, oder Werbung für den Erotikartikelversand Beate Uhse.

Jauch könne den ARD-Polittalk selbstständig gestalten, die ARD nehme kaum redaktionellen Einfluss, hieß es ferner. Zudem werde ihm eingeräumt, seine laufenden Werbeverträge zu erfüllen. Einen Ausstieg von Jauch aus seiner RTL-Sendung "Stern TV" sieht der Entwurf laut "Spiegel" nicht vor.

Der Moderator verpflichte sich nur darauf, kein direktes Konkurrenzformat zu moderieren. Die Kosten der Sendung sollen sich im Vergleich mit "Sabine Christiansen" nicht wesentlich ändern. Nach Branchenschätzungen seien es rund neun Millionen Euro jährlich. Jauch werde ebenso wie Christiansen die Sendung selbst produzieren ­ allerdings pro Jahr etwa zwei Sendungen weniger.

In der ARD spricht man dem Bericht zufolge von einem fairen Verhandlungsergebnis, gemessen daran, dass Jauch nicht exklusiv zur ARD wechsele.

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