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Fürst Albert von Monaco und seine Freundin  Charlene Wittstock: Die Frage, wann das Paar vor den Traualtar tritt, erregt in Monaco die Gemüter.

Die Jetset-Dynastie von Monte Carlo

In einem Dreiteiler beschäftigen sich Guido Knopp und das ZDF von heute an mit den Fürsten von Monaco

Lange galt ja die ARD als spezialisiert auf die Hofberichterstattung. Doch nun hat auch das ZDF blaues Blut geleckt. Unlängst nahm der Mainzer Sender die Windsors unter die Lupe, Ende Juni geht es um „Die Königskinder“. Als glamouröses Interregnum hat der Mainzer Sender nun eine Reihe über die Grimaldis eingeschoben, die Herrscherdynastie aus Monte Carlo.

„Die Fürsten von Monaco“ heißt der unter Leitung von Haushistoriker Guido Knopp entstandene Dreiteiler, der von heute an jeweils dienstags um 20.15 Uhr erschöpfend Auskunft über die berühmte Jetset-Familie, die spätestens seit der Hochzeit von Fürst Rainier mit Schauspielerin Grace Kelly im Jahr 1956 zu den Stützpfeilern der Regenbogenpresse zählt.

Die erste Folge dreht sich um den aktuellen Regenten Albert, der den Fürstenjob vor vier Jahren von seinem verstorbenen Vater übernahm und seitdem offiziell als „Seine durchlauchtigste Hoheit Fürst Albert II.“ tituliert wird. Die Frage, ob und wann der 51-Jährige seine südafrikanische Dauerfreundin Charlene Wittstock heiraten wird, erregt derzeit die Gemüter der bürgerlichen Beobachter.

Die ZDF-Dokumentation verzichtet auf Spekulationen rund ums Ja-Wort, erzählt stattdessen recht bieder, immerhin aber mit schönem Archivmaterial garniert Alberts Lebensgeschichte. Wie er schon im zarten Alter von zwei Jahren in Paradeuniformen gesteckt wurde und, kaum dass er laufen konnte, bei offiziellen Anlässen repräsentieren musste. Wie er vom strengen Vater auf Pflichterfüllung gedrillt wurde und sich in seine Leidenschaft für Sport rettete, eines der wenigen Gebiete, wo er sich beweisen konnte. Seine Teilnahme bei der Rallye Paris – Dakar kommt ebenso brav zur Sprache wie Alberts karitatives Engagement.

Vergleichsweise diskret werden seine ausschweifenden Jahre als Partyprinz abgehandelt. Weit über 100 Geliebte soll Albert gehabt haben, aus seinen Affären mit einer Stewardess und einer Kellnerin stammen zwei uneheliche Kinder.

In der zweiten Folge am nächsten Dienstag, 16. Juni, geht es dann um die schon oft erzählte, aber immer wieder schöne Geschichte von Grace Kelly und Fürst Rainier, die das unbedeutende Monaco zum Anziehungspunkt für die Reichen und Schönen machten. Mitte der Fünfzigerjahre führte Louis Henri Maxence Bertrand Rainier Grimaldi die kühle amerikanische Schönheit Grace Kelly vor den Traualtar, als Fürstin an seiner Seite nahm der Star aus Filmen wie „High Noon“, „Das Fenster zum Hof“ oder „Über den Dächern von Nizza“ den Namen Gracia Patricia an – ihr Tod bei einem Autounfall im Jahr 1982 erschütterte die Öffentlichkeit ähnlich wie später der Tod von Prinzessin Diana.

Der dritte Teil der Dokureihe dreht sich am 23. Juni um die Töchter des Fürstenpaares, Caroline und Stéphanie, die es zusammen auf fünf Ehen bringen.

Cornelia Wystrichowski

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