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Für Jochen Bendel war die Zeit im Dschungelcamp "das Paradies".Alle Infos zu 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' im Special bei RTL.de

Dschungel-Dritter grüßt alle Münchner

Jochen Bendel: "Für mich war es das Paradies"

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München - "Für mich war es das Paradies", sagt Jochen Bendel nach dem Dschungelcamp-Finale und grüßt alle Münchner. Was uns der Drittplatzierte von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" über die Zeit im australischen Outback verraten hat:

Herr Bendel, sind Sie sehr enttäuscht, dass Sie die Krone nicht geholt haben?

Jochen Bendel: Nein, überhaupt nicht. Ich bin total glücklich, dass ich es aufs Podest geschafft habe. Mein Ziel war es, bis zum Schluss dabei zu bleiben und vielleicht sogar unter die letzten Drei zu kommen. Das hat geklappt, und darauf bin ich stolz. Ob ich die Krone habe oder nicht macht für mich persönlich keinen so großen Unterschied. Das ist bei den beiden Mädels schon anders.

Wie meinen Sie das?

Bendel: Ich denke, dass Melanie in ihrer speziellen Branche mit diesem Titel jetzt noch bessere Möglichkeiten hat. Immerhin kann sie auf die Plakate am Ballermann schreiben: Dschungelkönigin 2014. Das ist doch toll, ganz ehrlich! Melanie und ich sind in den vergangenen Tagen eng zusammengerückt und ich freue mich wahnsinnig, dass sie gewonnen hat.

Für Ihre Karriere wäre der Titel nicht hilfreich gewesen?

Bendel: Ich hätte als Dschungelkönig kein Hörbuch mehr gesprochen als jetzt, keinen TV- oder Werbespot mehr vertont.

Warum haben Sie mitgemacht?

Bendel: Es ging darum, dabei zu sein. Wenn man wie ich in der Unterhaltungsbranche arbeitet, dann wünscht man sich einfach, einmal Teil der erfolgreichsten Unterhaltungsshow im deutschen Fernsehen zu sein. Das ist wie bei einem Computertechniker, der in einem kleinen Büro in Schwabing arbeitet. Wenn eines Tages Apple anruft, will der da auch hin. Natürlich ist das Geld, das ich hier verdient habe, ein schöner Nebeneffekt. Und ich wollte, klar, auch etwas mediale Aufmerksamkeit.

Alle Nachrichten zum Dschungelcamp 2014

Ihre letzte eigene Fernsehsendung liegt ein Weilchen zurück.

Bendel: Vier Jahre, um es genau zu sagen. Das ist der Punkt. Neulich bin ich in der Bank von einem Ehepaar angesprochen worden. Sie freuten sich, mich zu sehen und wir plauderten eine Weile. Als wir uns verabschiedeten, hörte ich, wie die Frau zu ihrem Mann sagte: Mensch, der Kai Pflaume ist aber nett (lacht).

Da haben Sie gewusst, Sie müssen was tun?

Bendel: Ja, genau. Da habe ich beschlossen, ich geh in den Dschungel, die Anfrage von RTL gab es ja seit sieben Jahren. Und jetzt hat es gepasst. Nun wissen die Leute wieder, wer ich bin (lacht).

Wie haben Sie die Zeit im Camp empfunden? Sie schienen der ruhigste, besonnenste von allen zu sein.

Bendel: Ja, das war schon so. Ich bin im Moment aber auch privat in einer Lebenssituation, in der alles toll ist. Ich habe eine innere Ruhe, bin in meinem Job glücklich, habe eine gute Beziehung … Wenn das alles nicht der Fall gewesen wäre, wäre ich nicht ins Camp gegangen. Man muss für dieses Abenteuer schon ein stabiler Mensch sein, man muss mit Druck umgehen können und vor allem die Fähigkeit haben, die Ohren mal auf Durchzug zu stellen. Man muss bei sich bleiben, sonst wird es schwer. Für mich war die Zeit im Camp nicht die Hölle, sondern das Paradies.

Entschuldigung? Sie mussten lebende Würmer essen, Ziegenhoden und Straußen-Anus. Ich musste mich beim Zuschauen fast übergeben und Sie sprechen von Paradies?

Bendel: (lacht) Das waren jetzt sicher keine Köstlichkeiten. Aber ich habe mir einfach vorgestellt, ich esse Schnitzel und Maultaschen und Pizza. Diese Prüfungen sind eher eine mentale Sache, das geht schon. Mit Paradies meinte ich aber vor allem die Abgeschiedenheit, in der wir gelebt haben. Manche Manager bezahlen viel Geld für eine Detox-Kur, in der sie ihr Handy ausschalten und nichts essen. Ich habe dafür Geld bekommen, und landschaftlich ist der Dschungel einmalig schön. Man schläft unter freiem Himmel, hört die Vögel zwitschern und ist bei sich. Nichtsdestotrotz freue ich mich natürlich darauf, wenn ich wieder daheim in München bin.

Was werden Sie als Erstes tun?

Bendel: Ich werde mir sicher schon am Flughafen eine Schmalznudel kaufen und vier frische Brezen essen. Und am nächsten Wochenende fahre ich in die Berge. Ich freu mich drauf. In diesem Sinne: Viele Grüße an alle Münchner und besten Dank für die Unterstützung!

Interview: Stefanie Thyssen

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