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Günther Jauch mit Kandidat Stefan Tumczak.

Folgenschwere Verwechslung bei WWM

Trotz richtiger Antwort: Publikums-Joker geht leer aus

Köln - Als Publikumsjoker gibt eine Rentnerin in der Quizshow „Wer wird Millionär“ die richtige Antwort. Die dafür üblichen 500 Euro Belohnung bekommt sie von Moderator Jauch jedoch untersagt - aus gutem Grund. 

Bei der Quizsendung „Wer wird Millionär“ zocken die Kandidaten regelmäßig mehr oder weniger erfolgreich um den begehrten Hauptgewinn. Auf dem Weg über 15 Fragen bis zur Million warten jedoch so einige Hürden auf die Rategäste. Als Unterstützung dienen je nach Wunsch drei oder vier Joker, mit denen sie Hilfe vom Computer, Publikum oder per Telefon einfordern können. In der aktuellen Sendung gab es jedoch einige Probleme mit der Hilfestellung - und Moderator Günther Jauch musste die Situation retten.

Ratlosigkeit bei 32.000 Euro

Den Anfang der Sendung machte Kandidat Stefan Tumczak aus Essen. Bis zu 32.000-Euro-Frage hatte er sich der Drogerie-Mitarbeiter schon vorgearbeitet. Auf die Frage „In welchem Land war der amtierende NATO-Generalsekretär schon zweimal Regierungschef?“ wusste Tumczak allerdings keine Antwort. Glücklicherweise hatte der Essener noch einen letzten Joker übrig - er konnte die Hilfestellung von einer Person aus dem Publikum beanspruchen.

Auf Wunsch Tumczaks gibt Jauch die Frage an das Studiopublikum weiter, fünf Studiogäste melden sich. Der Kandidat entscheidet sich für eine Rentnerin aus den hinteren Reihen. „Die Dame wirkt kompetent“, meint er, „sie ist ja auch schon im Dunkeln aufgesprungen“, ergänzt Jauch. E scheint, dass die Seniorin absolut überzeugt ist, die richtige Antwort zu wissen. Die Dame war energisch aufstanden, um als Publikumsjoker zur Hilfe zu eilen - vorschnell, wie sich kurz darauf herausstellte. 

„Gemeint ist doch António Guterres, der ganz neue UNO-Generalsekretär?“, fragt sie - und blickt in verdutzen Gesichter von Jauch und Kandidat Tumczak. Denn sie hatte die gesuchte NATO mit den Vereinten Nationen (UNO) verwechselt. Der portugiesische Politiker António Guterres war von 1995 bis 2000 Premierminister Portugals und ist seit Anfang Januar amtierender UNO-Generalsekretär. Gefragt wurde bei der 32.000-Euro-Frage aber nach dem NATO-Chef. Besonders fatal: Das hatte der Kandidat selbst erwähnt. Kurz zuvor meinte er zu Jauch, die richtige Antwort zu wissen, wäre die UNO statt der NATO gefragt.

Jauch sagt vor: eine einmalige Ausnahme

„Na Na Na“ - in der gestrigen Sendung musste Jauch beim Publikumsjoker ordentlich nachhelfen.

Jauch korrigiert die Dame, selbst überrascht von der falschen Antwort: „Wir sind bei der NATO nicht bei den Vereinten Nationen“. Was für ein Schreck für alle Beteiligten! Falsche Antworten sind in der Quizshow natürlich keine Seltenheit. Fatal ist es jedoch, wenn das in einer TV-Show vor Millionenpublikum passiert und von der Antwort für den Kandidaten mehrere tausend Euro abhängen.

„Was machen wir denn jetzt?“, fragt die Rentnerin daraufhin entsetzt. Die selbe Fragen dürften sich in diesem Moment wohl auch der Moderator, Kandidat und das restliche Studiopublikum gestellt haben. Denn normalerweise wäre Tumczaks Joker nun verschenkt - das Risiko, dass ein Kandidat aus dem Publikum die falsche Antwort vorsagt, gibt es schließlich immer. Dass ein Publikumsjoker allerdings bereits die Frage komplett falsch versteht, das ist in der Geschichte der Sendung bislang noch nicht vorgekommen. 

Moderator Günther Jauch konnte die Situation am Ende doch noch retten und half der Dame auf die Sprünge - nachdem er ihr geraten hatte, sich „lieber erstmal unauffällig wieder hinzusetzen“. Mit der Frage danach, welches der als Antwort angebotenen Länder am ehesten auf Ausgleich bedacht ist, signalisierte er der Rentnerin aus dem Publikum per Wink mit dem Zaunpfahl, dass Norwegen die richtige Antwort ist. Dort war der amtierende NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit der Regierung „Stoltenberg I“ und „Stoltenberg II“ zweimaliger Ministerpräsident. Dank Jauchs Ratschlag kommt auch die Dame im Publikum auf die Lösung und schlussfolgert, wenn auch wenig überzeugend: „Da würde ich dann Norwegen sagen.“

Tumczak blieb trotz aller Verwirrung optimistisch und loggte die Antwort Norwegen schließlich ein: „Ich hab eigentlich nichts zu verlieren, selbst wenn ich auf 500 Euro falle - auch die hatte ich vorher nicht!“. Dass er im Falle einer falschen Antwort mehr als 15.000 bereits erspielte Euro verlieren würde, hatte der Essener in diesem Moment wohl bewusst versucht zu verdrängen.

Keine Belohnung für die eingesagte Antwort

Auch Moderator Jauch wollte am Ende seine Lorbeeren einheimsen, immerhin hatte er die Antwort so gut wie vorgesagt. Das ist im Regelwerk der Sendung natürlich strengstens verboten. Auf Tumczaks „Ich vertraue mal der Dame“, erwidert der langjährige Quizshow-Moderator mit einem Augenzwinkern, dass ein kleiner Teil des Vertrauens in die korrekte Antwort sehr wohl auch an ihm läge. Komplett vorgesagt hatte er die Lösung zwar nicht, seine subtilen Hinweise waren dann aber doch mehr als eindeutig. Eine Frage später war dann für Tumczak Schluss. Er entschied sich mangels weiterer Joker aufzuhören und freute sich über seinen Gewinn von 32.000 Euro. „So können wir das wahrscheinlich nie wieder machen“, kommentierte Jauch den Vorfall nachdenklich. 

Eine weitere Premiere in der „Wer wird Millionär“ Geschichte gab es auch für den Publikumsjoker: Die „hilfreiche“ Dame ging leer aus. Normalerweise erhalten die Ratgeber aus dem Publikum 500 Euro Belohnung für eine richtige Antwort - und die natürlich nur, wenn diese nicht vom Moderator vorgesagt werden muss. „Mit Fug und Recht gibt‘s für sie dann heute mal keine 500 Euro“, mahnet Jauch die Rentnerin. Ihre Leichtsinnigkeit wäre dem Kandidaten immerhin beinahe teuer zu stehen gekommen. „Die 500 Euro Belohnung kriegen dann sie, Herr Jauch“, fügt Kandidat Tumczak unter tosendem Applaus des Publikums hinzu. Ob der Kandidat im Anschluss an die Sendung wirklich 500 Euro an seinen ganz persönlichen Publikumsjoker Jauch abgetreten hat, ist nicht bekannt. Mit seinem Gewinn dürfte er allerdings so und so mehr als zufrieden aus der Sendung gegangen sein.

Wer selbst einmal sein Glück im Kampf um die Million probieren will, kann das mit der iPhone-App zur Quizsendung - zumindest auf dem virtuellen Ratestuhl. 

Die berühmte Millionenfrage wurde übrigens zuletzt im November 2016 gestellt. Zusatz-Moneten für die Weihnachtseinkäufe blieben allerdings aus: Kandidatin Jutta Tegeler-Mehl war vorsichtig und lies die Frage nach dem „Urduden“ unbeantwortet. Mit 500.000 Euro Gewinn dürfte sie dennoch mehr als zufrieden sein.

mm/tz

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