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Schwere Krebserkrankung bei ZDF-Star: "Rosenheim-Cops" vorerst ohne Joseph Hannesschläger.

Sorge um ZDF-Schauspieler

„Rosenheim Cops“-Star nach Krebs-Diagnose: Neue Hoffnung für Joseph Hannesschläger? 

In seiner Rolle als „Rosenheim-Cop“ begeistert Joseph Hannesschläger Millionen ZDF-Zuschauer. Nun muss der 57-Jährige gegen den stärksten aller Gegner kämpfen. 

Update vom 14. November 2019: Es dürfte für viele Fans ein Schock gewesen sein, als „Rosenheim-Cop“ Joseph Hannesschläger Anfang Oktober seine Krebserkrankung öffentlich machte. Dabei wurde auch klar: Der Schauspieler ist offenbar unheilbar erkrankt, wird palliativ behandelt. Doch nun könnte es für den 57-Jährigen Hoffnung geben. 

Wie Hannesschläger nun im Gespräch mit Bild erklärt, schöpfte er aufgrund neuer Therapiemöglichkeiten neue Hoffnung. „Es gibt zwei neue Behandlungsmethoden mit Chancen auf Heilung. Wenn es klappt, dann kann ich auch wieder drehen“, zitiert das Blatt den Schauspieler. Momentan fühle sich der 57-Jährige zu schwach, um vor der Kamera zu stehen, doch „die Energie, mich wieder aufzurappeln, ist nach wie vor vorhanden“.

„Ich vermisse die ,Rosenheim-Cops‘ sehr. Sie sind seit 20 Jahren meine Familie. Ich möchte da gern weitermachen. Und ich habe noch ein anderes Filmprojekt – ein TV-Drama, in dem ich einen bitterbösen Charakter spiele“, schmiedet Hannesschläger gegenüber Bild Zukunftspläne. 

Update vom 8. Oktober, 9.12 Uhr: Nach Bekanntwerden der Krebserkrankung von Joseph Hannesschläger haben den „Rosenheim Cops“-Schauspieler unzählige Nachrichten von Fans und Kollegen erreicht, die ihm gute Besserung wünschten und ihr Mitgefühl zum Ausdruck brachten. Nun hat Joseph Hannesschläger in einer rührenden Botschaft auf Instagram auf die Anteilnahme reagiert. „Vielen Dank für all euren Zuspruch und Unterstützung! Ich weiß das sehr zu schätzen! Und nochmals vielen Dank!“, schrieb der 57-Jährige am Sonntag. 

Krebs-Drama um „Rosenheim Cops“-Star Joseph Hannesschläger - das sagen seine Kollegen

Update von 22.35 Uhr: „Ois Guade“, schreiben sie. „Gute Besserung.“ „Wir wünschen Ihnen alle Kraft.“ „Baldige Genesung.“ Sie versehen die Post vor allem mit aufmunternden Smileys, manche schicken Smileys mit Tränen. Schon am Vormittag, als bei uns der Artikel „So tapfer kämpft er gegen den Krebs“ erscheint, laufen E-Mails des Mitgefühls für Joseph Hannesschläger (57) ein. Die Geschichte des „Rosenheim-Cops“, der zurzeit den härtesten aller Gegner hat und gegen den Krebs kämpfen muss, geht den Menschen, die ihn lieben, an die Nieren.

Ein Krebsdrama erlebte auch die ehemalige Ski-Fahrerin Michaela Gerg. Als Skiprofi musste Michaela Gerg viel wegstecken. Aber die große Prüfung kam erst nach dem Rücktritt: Diagnose Schilddrüsenkrebs –  in ihrer Familie erblich veranlagt.

„Rosenheim Cops“: Wie geht es mit der Erfolgsserie weiter?

Er ist einer der Stars, die das Fernsehen prägen. 2000 begannen die Arbeiten an den Rosenheim-Cops – die Serie gehört zum Erfolgreichsten, was produziert worden ist. Für Joseph Hannesschläger – der sich in dieser Folge im Gespräch mit uns vor allem an die Anfänge der Erfolgs­geschichte erinnert – ist die Krimiserie das Erlebnis, den Menschen Freude zu bereiten – so wie Joachim Fuchsberger. „Der war ein großer Fan!“ Und bei einer Veranstaltung, so erzählte er mal in einem Interview, habe CDU-Politiker Dr. Bernhard Vogel zu ihm gesagt, Hannesschläger sei „schuld“, dass er an Dienstagen nicht so viel arbeiten könne, weil er da immer die Cops sehen müsse.

Derzeit ist das nun leider nicht möglich – die nächsten Folgen werden ohne den kultigen Kommissar gedreht. Kollegen sind erschüttert. „Wenn man 20 Jahre zusammenarbeitet, wächst man zusammen“, sagt Rosenheim-Schauspielerin Karin Thaler. „Der Erfolg der Serie ist ja zu einem Großteil auch Hannes zu verdanken.“ „Wie er mit dieser Krankheit umgeht – und dass er sein Schicksal nun mit Millionen Fans teilt – davor ziehe ich den Hut“, so Rosenheim-Kommissar Dieter Fischer. „Ich wünsche ihm, dieser bayerischen Urgewalt, jetzt von Herzen viel Kraft!“

Mit einer Schock-Diganose muss auch Eddie Van Halen, einer der besten Gitarristen der Welt, seit Jahren leben.

Musik-Fans trauern um einen legendären Sänger - auch Die Toten Hosen haben sich zu Wort gemeldet.

Krebs-Drama um Joseph Hannesschläger - ZDF: „Stehen in Kontakt“

Update von 18.55 Uhr: Nach der schockierenden Krebs-Diagnose des „Rosenheim-Cops“ Joseph Hannesschläger haben sich nun auch seine Kollegen der ZDF-Serie und der Sender selbst zu Wort gemeldet. „Wir sind bestürzt und in großer Sorge um Joseph Hannesschläger“, teilte der Produzent der „Rosenheim-Cops“, Alexander Ollig, auf Instagram mit, während das ZDF erklärt: „Wir stehen mit ihm in Kontakt und wünschen ihm von Herzen alles Gute.“

Dem schließen sich auch die Fans des Schauspielers an und wünschen ihrem Liebling ebenfalls gute Besserung und dass er bald wieder zu seiner Serie zurückkehren könne, denn „die Rosenheim-Cops brauchen dich.“

Originalmeldung vom 1.10.2019: München - Betty hat zur Feier des Tages gebacken. Apfelkuchen. Joseph Hannesschläger gabelt den ersten Bissen auf, lächelt, legt seiner Ehefrau die Hand aufs Knie und brummelt: „Klasse, Schatz.“ Ein schöner Moment. Endlich raus aus dem Krankenhaus. Endlich daheim in Harlaching, der Blick vom Balkon auf die hohen Bäume, die sich herbstlich einfärben. Die Sonne scheint in den parkähnlichen Garten, ein Wiesn-Wetter ist es, ein bissl kühl, aber in der Sonne lässt es sich gut aushalten. 

Joseph Hannesschläger genießt den Augenblick. Endlich ist er wieder sein eigener Herr. Was für ein Luxus! In den letzten Tagen ist ihm das Krankenhaus zu viel geworden. Verflixte Chemo. „Du willst wissen, wie es mir geht“, fragt er den Reporter. Dann erzählt er. „Es gibt Augenblicke, in denen ich sage, es geht mir beschissen. Aber dann nimmt mich Betty bei der Hand, wir schauen uns an, und ich sage, okay jetzt wird weiter gekämpft.“ Der bekannteste TV-Polizist deutscher Sprache (von Bozen bis zum Bodden kennt man den „Rosenheim-Cop“) setzt sich in Nachrichtensprecher-Positur. „I sog’s, wia’s is. Und dann is aa guat.“

Trotz Krebserkrankung: Joseph Hannesschläger versucht das Leben in vollen Zügen zu genießen 

Die Nachricht, die er loswerden will, ist alles andere als gut: „Ich habe einen neuroendokrinen Tumor. Der ist leider nur palliativ zu behandeln.“ Neuroendokrine Tumore kommen vor allem im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor. Hannesschläger zitiert einen Spruch von Sir Antony Hopkins: „Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, Euch wie Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts Anderes ist Zeit.“ Ein bekannter deutscher TV-Kollege schockt im November ebenfalls mit einem Krebs-Bekenntnis.

Das hat der „Rosenheim-Cop in einer düsteren Stunde gelesen, er hat es sich notiert und selbst ans Ende des Hopkins-Zitats geschrieben: „Recht hat er, der Sir.“ Momentan muss er sich auf den Kampf gegen die Krankheit konzentrieren. Die nächsten Folgen der „Rosenheim-Cops“ werden ohne den Mann gedreht, der die Serie zu einem sensationellen Quoten-Erfolg gemacht hat. Fast 20 Jahre hat er bei den „Rosenheim-Cops“ den Ton angegeben und ein Millionen-Publikum begeistert. Jetzt müssen seine Fans ohne den kultigen Kommissar auskommen.

Joseph Hannesschläger: Eine Kindheit voller Freiheiten – und Musik

Ein herziger Bub ist er gewesen. Liebevolle Eltern, heitere Kindheit, viel Freilauf. Und er ein Sonnenschein. Viele Fotos aus den ersten Jahren in Giesing sind nicht geblieben. Aber ein paar wunderschöne Aufnahmen hat er noch. Da gibt es den Schnappschuss von der Einschulung des kleinen Joseph. Klar hat er sich in die erste Bank gemogelt. Neben ihm das blonde Dingelchen schaut verschüchtert an ihrer Schultüte vorbei in den sonnendurchfluteten Klassraum der Giesinger Agilofingerschule. Der Joseph seinerseits hat schon die Frau Lehrerin ins Visier genommen und deutet mit gestrecktem Zeigefinger an, dass er was weiß. 

Joseph Hannesschläger am Tag seiner Einschulung. Mit Lele (re.) ist er heute noch befreundet.

Übrigens: Das Blondchen heißt Lele, ist 29 Tage älter als der Joseph – weshalb er sie heute manchmal als „alte Schachtel“ tratzt, normalerweise nennen sie sich „Brüderchen und Schwesterherz“ und halten sich allweil noch die bajuwarische Treue. Leicht hat er sich getan mit dem Lernen, in der Hauptschule und später am Gymnasium. Die Eltern haben keinen Druck gemacht, er hat es nicht übertrieben mit dem Strebern. „Es ist schön, wenn man sagen kann, man hat eine glückliche Kindheit gehabt“, resümiert Hannesschläger. „Mein Vater hatte zusammen mit einem Arbeitskollegen eine Hütte in Österreich gepachtet. Als kleines Kind habe ich auch Kühe hüten oder melken gelernt. So konnte ich – Jahrzehnte später – den ,Korbinian Hofer’ im Stall als Bauer darstellen. 

Joseph Hannesschläger: Lehrerin animiert ihn zur Schauspielerei

Ein Cop, der einen Traktor fahren und Kühe versorgen kann, das war was Eigenes.“ Der junge Joseph liest, was er in die Finger bekommt. Fasziniert ist er, als er die ersten Male in einem Theater sitzt. Dann darf er selbst auf die Bühne, und die Lehrerin ist hingerissen von dem kleinen Kerl, der in seiner Rolle aufgeht. „Joseph“, sagt sie, „Du musst Schauspieler werden, du musst.“ Das hat er sich gemerkt. 

In der Zwischenzeit hat der junge Hannesschläger Giesing unsicher gemacht, einen Schlag bei den Mädchen und ein unbeschwertes Leben nach Hopkins-Motto gehabt: fröhlich, freundlich, in der Sonne. Und da ist ja auch noch die Musik. „Ich glaube die allerersten zwei Platten – da muss ich so um die sechs Jahre alt gewesen sein – waren ,El Condor Pasa‘ von Simon and Garfunkel und von Roy Black ,Das Mädchen Karina‘. Ich habe sehr früh, so mit vier Jahren, den Plattenschrank meiner Eltern geplündert, Harry Belafonte und Elvis gehört.“ Diese Liebe zur Musik ist bei Joseph Hannesschläger ein gewaltiges Gefühl. Gerade in den schweren Monaten erlebt er das immer wieder. So wie jetzt im Sommer, als der Komponist Burt Bacharach im Münchner Gasteig gastierte. Ausverkaufter Saal, Bacharach ist eine Legende zu Lebzeiten. Einer der ergiebigsten Ohrwürmer-Erfinder aller Zeiten („Raindrops keep falling on my head“, Don’t make me over“, „What’s new, Pussycat“), Hannesschläger hatte keinen besonders guten Tag. Schmerzen beim Gehen, Zweifel, Sorgen. Aber er fuhr mit seiner Betty zum Konzert. Mühte sich sehr auf dem Weg zu seinem Platz. Die Menschen sahen ihm besorgt zu. Einen Riesenrespekt konnte man spüren. Hannesschläger setzte sich, das Licht ging aus, auf die Bühne kam Bacharach. Ein 91-jähriger hagerer Mann mit krummem Rücken. Der sich ans Klavier hockte und Magie machte. Die Musik begann, und die Menschen fingen zu träumen an. 

Joseph Hannesschläger: Vom Koch zum Künstler

Und Joseph Hannesschläger? Er hatte jetzt ein frohes Gesicht und war ganz Ohr. Kannte jedes Lied, wusste jeden Refrain – und sang, es war perfekt, Note für Note mit. Nach den Zugaben wurde es hell im Gasteig – und Joseph Hannesschläger schnalzte mit der Zunge. „Des war jetzt super. Toll, dieser Musiker.“ Zweieinhalb Stunden hatte die Krankheit nichts, aber rein gar nichts zu melden gehabt. Neben der Musik hat er immer schon die Tanzerei im Blut – und einen Frage treibt ihn als steckerldürren Jung-spund immer wieder um: Soll er nun Schauspieler werden? So schnell schießt man in Bayern dann doch nicht. Erstmal lernt er etwas Handfestes. Er wird Koch. Kommt in Laim in einer vogelwilden Musiker-WG unter. Man hat lange Haare, laute Gitarren und große Träume. Man hat so ein Gefühl wie der Monaco Franze oder wie der Charly in den Münchner Gschichtn. Alles ist eine „Riesensach“, „a bissl was geht allerweil“, und wenn grad amal nix geht, dann geht man halt zum Baden an die Isar. Und plötzlich ist der Hannesschläger kein Koch mehr, sondern ein Künstler, ein Kreativer mit Hunderten Ideen. Ein bayerisches menschgewordenes Kraftwerk mit Lebensmittelpunkt Schwabing. Einer, der nicht weiß, was das Morgen bringt. Aber darauf setzt, dass irgendwann der nächste Wurf gelingt.

Detlef Vetten
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Bereits im Frühjahr mussten ZDF-Zuschauer diese Schocknachricht verkraften: „Rosenheim Cops“-Schauspieler tot im Wald aufgefunden - „Konnten nichts mehr tun“. Auch ein beliebter„Dahoam is Dahoam“-Schauspieler ist gestorben: Todesursache zunächst unbekannt. Ein anderes Drama ereignete sich kürzlich in München: Acht Stunden lang suchten die Eltern nach einem Intensivkrankenbett für ihr Töchterchen Frieda. Zweimal wurden sie in München abgewiesen. Hilfe bekam das Baby in Augsburg. Adrian, damals 15, bekam eine Schock-Diagnose - er wäre fast gestorben.

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