Kabelgroschen auch für Satellitenkunden?

- Noch mehr Zuschauer in Bayern müssen demnächst möglicherweise mehr fürs Fernsehen berappen als die übliche Rundfunk- undeventuelle Abogebühren. Die CSU will die überwiegend wirtschaftlich schwachen lokalen Privatsender im Freistaat nach dem Ende des Kabelgroschens dauerhaft bezuschussen. Die Regierungspartei wolle bereits nächstes Jahr eine Neuregelung treffen, sagte CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann am Dienstag.

Das derzeitige so genannte Teilnehmerentgelt beträgt im Moment 45 Cent pro Haushalt und Monat und hätte 2007 und 2008 auf 30 Cent abgesenkt werden sollen. Die CSU-Fraktion hatte aber dafür gestimmt, diese Gebühr im nächsten Jahr bei 45 Cent zu belassen. Im Jahr 2008 soll dann bereits die Neuregelung gelten.

Bisher zahlen nur Kabelkunden den Kabelgroschen. Für die Neuregelung solle der "Kreis der Zahlungspflichtigen" neu bestimmt werden, sagte dazu Herrmann. In den vergangenen Jahren seien zunehmend der Satellit und in den Großstädten die digitale Terrestrik als Übertragungsweg für lokale Angebote hinzugekommen, umriss Herrmann die Richtung der Überlegungen seiner Partei.

Ein großer Teil der lokalen privaten Rundfunk- und Fernsehsender sei ohne die Stützung aus dem Teilnehmerentgelt auf Dauer nicht tragfähig.

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