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Lösch-Hubschrauber versuchen die Brände zu löschen.

Kalifornier flüchten vor Bränden - Staat verspricht Hilfe

San Francisco - Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat den von heftigen Buschfeuern heimgesuchten Gebieten in Südkalifornien schnelle Hilfe versprochen. Trotz der Finanzkrise werde er "keinen einzigen Dollar sparen", um die Flammen zu bekämpfen, sagte Schwarzenegger am Dienstagvormittag (Ortszeit) bei einem Besuch in den ausgebrannten Landstrichen nördlich von Los Angeles.

Heftige Winde, hohe Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit hätten den "perfekten Sturm" geschaffen. Mehrere tausend Menschen haben vor den schnell um sich greifenden Flammen die Flucht ergriffen.

Durch die seit Sonntag lodernden Feuer sind zwei Menschen ums Leben gekommen, Dutzende Häuser und Wohnwagen wurden vernichtet. Mehr als 3000 Feuerwehrleute kämpften am Dienstag gegen zwei schwere Buschfeuer im Norden der Millionenmetropole. Die Feuerschutzbehörde listete am Dienstag fünf große Buschfeuer in dem Westküstenstaat auf. Betroffen war auch der Raum San Diego, wo in der Nähe des Militär-Stützpunktes Camp Pendleton tausende Menschen vorsichtshalber ihre Häuser verlassen mussten.

Insgesamt 64 Gebäude und mehr als 100 Quadratkilometer Land seien durch die jüngste Brandserie vernichtet worden, sagte Schwarzenegger. Er wies die Anwohner an, Evakuierungsbefehlen zu befolgen. Die heimtückischen Winde könnten rasch umschlagen und ihnen die Fluchtwege abschneiden.

Einer der Brände im San Fernando Valley war über Nacht um das Doppelte angewachsen. Das "Sesnon"-Feuer vernichtete bereits eine Fläche von 40 Quadratkilometern. Der Feuerwehr ist es noch nicht gelungen, die Flammen zurückzudrängen. Das weiter östlich brennende "Marek"-Feuer, das eine Fläche von 20 Quadratkilometern verwüstet hat, konnte dagegen zu 70 Prozent eingedämmt werden. Die Gefahr sei aber keineswegs gebannt, warnte Feuerwehrchef Paul Hartwell. Die gefährlichen Santa-Ana-Winde könnten die Flammen weiter anfachen und die Brände schlimmstenfalls bis an den Pazifischen Ozean ausbreiten.

Eines der Todesopfer war ein Obdachloser, der in der Gemeinde Lake View Terrace zusammen mit seinem Hund in den Flammen umkam. Auf der Flucht vor den Bränden starb ein Mann bei einem Verkehrsunfall, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Zeitweise mussten Autobahnen gesperrt werden, weil der Rauch so dicht war und Flammen über die Fahrbahnen sprangen.

Der Westküstenstaat hatte kaum Zeit, sich von der letzten schweren Feuersbrunst zu erholen. Von Mitte Juni bis August war in Nord- und Mittelkalifornien ein Gebiet von mehr als 3400 Quadratkilometern abgebrannt - das entspricht der Fläche von Berlin und dem Saarland zusammen. Zeitweise kämpften 20 000 Feuerwehrleute gegen mehr als 1700 Brände. 100 Häuser wurden zerstört, ein Mensch getötet.

Vor einem Jahr hatte ein verheerender Feuersturm in Südkalifornien eine Fläche von rund 2600 Quadratkilometern vernichtet. Mehr als ein Dutzend Menschen verloren bei den schweren Bränden zwischen San Diego und Los Angeles ihr Leben. Mehr als 2000 Häuser wurden zerstört. Hunderttausende Anwohner mussten zeitweise ihre Häuser verlassen.

dpa

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