Kampf gegen tödliche Viren

- Die aktuellen Schlagzeilen um die Vogelgrippe dürften die Serienmacher des ZDF in diesen Tagen fast ebenso sehr interessieren wie die Experten vom Hamburger Tropeninstitut. Als "M.E.T.R.O. - Ein Team auf Leben und Tod" kämpfen von diesem Mittwoch (19.25 Uhr) an in einer neuen Vorabendserie Tropenmediziner und Polizei in der Hansestadt gemeinsam gegen tödliche Viren.

Keine der üblichen Krankenhausserien, sondern "Keim und Crime" verspricht der Sender. Auch wenn die ähnlich angelegte amerikanische Produktion "Medical Investigation" (Pro Sieben) dem ZDF um wenige Tage zuvorkam - die Virenjagd ist neu in der hiesigen Serienlandschaft.

Ob Sars, Lassa oder Pocken - in jeder der nach dem Pilotfilm zunächst zehn geplanten Folgen hat es die Mobile Einsatzgruppe Tropenmedizin ("M.E.T.R.O.") mit einer verheerenden Krankheit zu tun. "Wir jagen den unsichtbaren Tod - hier in Hamburg und weltweit. Wenn wir ihn nicht finden, findet er uns", sagt die engagierte Tropenärztin Katharina Hansen (Ursula Karven) im Vorspann jeder Folge. Ihr zur Seite steht der bisweilen etwas hitzige Hauptkommissar Markus Witt (Michael Roll). Unterstützt werden sie vom Leiter der Tropenklinik (Volker Lechtenbrink), einer Virologin (Stefanie Japp) sowie einem Computergenie (Oliver Clemens).

Einen echten Experten in Sachen Viren und Bakterien musste sich das Filmteam dabei gar nicht extra sichern. Hinrich Sudeck, leitender Oberarzt am Hamburger Institut, war schon an der Ideenfindung beteiligt. Die medizinischen Fälle "könnten so tatsächlich passieren", betont der Sender. Auch Experte Sudeck bescheinigt der Serie "Realitätssinn". "Bei der Bucharbeit führten notwendige Kürzungen und Vereinfachungen gelegentlich zu mancher kleinen Pirouette." Als Mediziner habe man dann vielleicht "ein bisschen Bauchweh", räumt er ein. Aber es handle sich eben nicht um ein medizinisches Schulungsvideo.

An Dramatik und Action hat der Alltag des "M.E.T.R.O."-Teams natürlich deutlich mehr zu bieten als die Arbeit im traditionsreichen Tropeninstitut, auch wenn dieses in Hamburg in unmittelbarer Nähe zur Reeperbahn liegt. Aber die berühmt-berüchtigte Amüsiermeile kommt in der Reihe garantiert nicht vor. In der Folge "Sars" dagegen reicht es den Drehbuchschreibern nicht, dass ein Patient mit der höchst ansteckenden Krankheit eingeliefert wird - er befindet sich auch noch in einem Zeugenschutzprogramm, wird in der Klinik von einem Schwerverbrecher wiedererkannt und flieht. Ein dramatischer Wettlauf beginnt - zwischen Ärzten und Polizei sowie Ganoven.

Noch ist eine solche Spezialeinheit in Deutschland Fiktion. "Aber in Zukunft durchaus denkbar", meint der zuständige ZDF-Redaktionsleiter Claus Beling. "Das Thema hat eine Aktualität, die wir beim Schopfe packen wollen." Hauptdarstellerin Karven musste daher nicht lange überlegen: "Ich habe von Anfang an gedacht, dafür könnte ich brennen." Einziger Nachteil - die 41-Jährige neigt zur Hypochondrie: "Auf Langstreckenflügen bin ich jetzt sehr hellhörig geworden, wenn jemand hustet."

ZDF, ab heute jeweils mittwochs, um 19.25 Uhr. 

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