Schlimme Diagnose für Markus Maria Profitlich: „Will Erkrankung nicht verbergen“

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Der Kandidat war pfiffig

- Der Naturwissenschaftler Harald Valder (39) ist Redaktionsleiter der Firma "Mind the Company" in Köln und zusammen mit seinen neun Kollegen zuständig für die Quizfragen von Günther Jauchs RTL-Show "Wer wird Millionär?".

Der Aufzugmonteur Stefan Lang gewann am Montagabend eine Million Euro mit der richtigen Antwort auf die Frage "Welches chemische Element macht mehr als die Hälfte der Masse eines menschlichen Körpers aus?" Halten Sie die Frage nicht für zu einfach?

Harald Valder: Das ist subjektiv. Wer es weiß, dem fällt die Antwort leicht. Wer es nicht weiß, hat Probleme. Hinzu kommt die Anspannung des Kandidaten, schließlich geht es in dem Moment um viel Geld. Das verunsichert zusätzlich. Stefan Lang war pfiffig. Er hätte leicht auch auf Kohlenstoff tippen können, nicht auf Sauerstoff.

Wie legen Sie die Schwierigkeitsstufen fest?

Valder: Der Grad lässt sich durch das Themengebiet, die Formulierung der Frage und die Auswahl der Antwortvorgaben steuern.

Dass unser Körper überwiegend aus Sauerstoff besteht, ist also ein Thema für den höchsten Schwierigkeitsgrad?

Valder: Alles, was den Aufbau des menschlichen Körpers betrifft, ist ein hoher Schwierigkeitsgrad.

Woher kommen die Fragen?

Valder: Unsere Quellen sind Tageszeitungen, Wochenmagazine, der Brockhaus oder das Internet. Die Fragen selbst denken wir uns aus und prüfen sie auf ihre Richtigkeit. Da die Redakteure aus unterschiedlichen Bereichen wie Philosophie, Germanistik oder Naturwissenschaften, kommen, entsteht ein kreativer Wissensaustausch.

Nach welchen Kriterien stellen Sie die Fragen auf?

Valder: Für die unteren Schwierigkeitslevel muss eine Frage witzig sein, für die höheren interessant. Vor allem darf eine Frage nicht zu speziell sein.

Wer nickt die Fragen ab?

Valder: Zuerst diskutieren wir die Fragen in der Redaktion und legen die Schwierigkeitsstufen fest. Dann entscheidet ein Gremium aus dem zuständigen RTL-Redakteur, einem Vertreter von Endemol und unserem Geschäftsführer.

Wie lange dauert es, bis eine Frage von Jauch vorgelesen werden kann?

Valder: Es kann sein, dass Fragen innerhalb von zwei Tagen auf dem Bildschirm erscheinen.

Wie kommen die Fragen auf Jauchs Bildschirm?

Valder: Per Zufallsgenerator. Wir haben für jeden Schwierigkeitsgrad einen Fragenpool, nebst Sortierung nach Kategorien wie Sport oder Wissenschaft. Der Computer ist so programmiert, dass eine Kategorie nur alle sieben Fragen wiederholt wird.

Das Gespräch führte Denise Knaup.

> Zum Nachlesen: Die Quiz-Fragen an Stefan Lang

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