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Kabarettistin Kebekus wurde angezeigt.

"Kirche beschimpft"

Kebekus wegen Katholiken-Satire angezeigt

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Köln - Mit einem Rap gegen die Katholische Kirche hat Carolin Kebekus vor zwei Wochen für Wirbel gesorgt. Nach einem Aufruf der Piusbruderschaft laufen zehn Anzeigen gegen die Kabarettistin.

Der Kölner Staatsanwaltschaft liegen etwa zehn Anzeigen vor, berichtet die "Frankfurter Rundschau". Sie berufen sich auf Paragraf 166 des Strafgesetzbuches. In dem heißt es: "[Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe] wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören."

Die erzkonservative Piusbruderschaft hatte den Rap einen "Verhöhnungs-Song" aus der "primitivsten Schublade" genannt und auf ihrer Homepage Katholiken aufgerufen, "sich bei der Verspotterin persönlich zu beschweren und gleichzeitig Strafanzeige einzureichen." Die Begründung: "Was wäre, wenn jemand den jüdischen Glauben in Deutschland in solcher Weise ins Lächerliche ziehen würde? Gäbe es da nicht einen Aufschrei des Entsetzens?" Die umstrittene Gruppierung, die erst nach zwei Jahren Wirbel um den Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson ausgeschlossen hatte, fügte hinzu: "Was ist mit den Katholiken? Sind sie mittlerweile Menschen zweiter Klasse, deren Glauben weniger wert ist als der anderer Religionsgemeinschaften?"

Das Video mit dem Titel "Dunk dem Herrn" aus der Einfestival-Show "Kebekus" war kurzfristig vom WDR umgeschnitten worden. Der Sender gab als Begründung an, man wolle die religiösen Gefühle der Zuschauer nicht verletzen. Die als kirchenkritisch bekannte Kabarettistin bezeichnete den Vorfall als "Zensur" und sagte die geplante weitere Zusammenarbeit mit dem Sender ab. Auf ihrem Youtube-Kanal wurde der Clip in seiner ursprünglichen Form zum Klick-Hit.

hn

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