Kontroverse um Andrea Kiewel geht weiter

Hamburg - Das ZDF wird in den nächsten Wochen vier Sendungen mit der unter Schleichwerbeverdacht stehenden Andrea Kiewel ausstrahlen. Das bestätigte ein Sprecher des Mainzer Senders am Freitag auf Anfrage.

Alle Shows seien geprüft worden. Sie seien "nicht zu beanstanden". Die 42-jährige Moderatorin hatte einen PR-Vertrag mit dem Unternehmen Weight Watchers und unter anderem im Januar 2007 in einer Talkshow von Johannes B. Kerner mehrfach den Firmennamen platziert. Sie bestritt jedoch, dafür ein Extra-Honorar erhalten zu haben.

Bei den Sendungen handelt es sich um drei neue, bereits fertig produzierte Ausgaben von "Kult am Sonntag", die am 6. und 20. Januar sowie am 10. Februar gesendet werden sollen. Am 31. Dezember zeigt das ZDF um 22.15 Uhr mit Kiewel "Die Hitparty", die bis kurz vor Mitternacht dauert. Der Begriff "Weight Watchers" werde darin nicht von ihr erwähnt, hieß es vom ZDF. Auch in der ARD wird Kiewel einen Auftritt haben. In Jörg Pilawas "großem Märchenquiz" am 27. Dezember wirkt sie als prominenter Rategast mit. Die Show ist bereits aufgezeichnet.

Am Donnerstagabend machten sich die ARD-Komiker Harald Schmidt und Oliver Pocher über die Moderatorin lustig. Sie zeigten mehrfach Ausschnitte aus verschiedenen Sendungen, unter anderem aus der von Kiewel moderierten MDR-Talkshow "Riverboat", in der sie den Begriff "Weight Watchers" platzierte. Jedes Mal, wenn das Wort fiel, klingelte bei Schmidt und Pocher eine Kasse.

Kiewel hatte am Donnerstag eingeräumt, Fehler begangen zu haben. So hatte sie in der Kerner-Sendung auf die Frage des Talkmasters, ob es zwischen ihr und Weight Watchers eine Beziehung gebe, gesagt: "Natürlich nicht". Damals hatte sie aber noch einen Vertrag mit der Firma in der Tasche, der inzwischen aber ausgelaufen sein soll. "Das war ein Fehler, für den ich mich ausdrücklich bei den Zuschauern und den Kollegen vom ZDF entschuldigen möchte", ließ Kiewel mitteilen.

Derzeit ist noch nicht bekannt, ob das ZDF oder der MDR Konsequenzen gegenüber der Moderatorin ziehen werden.

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