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Vorbild und potenzieller Nachfolger: Peter Falk  begeisterte als „Columbo“ die TV-Krimifans. Günther Kaufmann (Foto) w ill nun als „schwarzer Columbo“ nachziehen. 

Krimi-Projekt: Ermittelt bald der „Schwarze Columbo“?

Krimi-Fans liebten „Columbo“. Jetzt will der Schauspieler Günther Kaufmann eine Nachfolgerfigur für eine neue TV-Serie entwickeln: den „Schwarzen Columbo vom Starnberger See“.

Das Vorbild ermittelte in Los Angeles und wurde von Peter Falk gespielt: Inspector Columbo hatte meist einen zerknitterten Trenchcoat an, einen erkalteten Zigarrenstummel zwischen den Fingern und einen Standardspruch: „Eine Frage hätte ich da noch.“ Dass er dabei oft schusselig wirkte, machte den Reiz der Fernsehserie „Columbo“ aus.

Erfolgreichrer Serienheld: Peter Falk als Inspector „Columbo“.

Nun könnte „Columbo“ bald einen Nachfolger im deutschen Fernsehen bekommen. Der soll Benjamin „Benni“ Moosrainer heißen, bekannt als der „Schwarze Columbo vom Starnberger See“. Diese Figur hat sich der Schauspieler Günther Kaufmann erdacht – und wenn er im Gespräch mit unserer Zeitung von Moosrainer erzählt, dann macht er das mit Begeisterung, polternder Stimme, raumgreifenden Gesten: „Es geht um einen leicht unterschätzten bayerischen Ermittler, einen dunkelhäutigen: ein Kriegsbaby, Vater schwarzer Amerikaner, Mutter aus Bayern. Er wurde nie richtig befördert, weil seine Haut eben dunkler ist als bei anderen. Aber das stört ihn nicht. Denn er ist sehr schlau, wird permanent unterschätzt und wirkt zeitweise verwirrt – was er nicht ist. Er hat Humor, trinkt gerne eine Mass Bier und isst seine Weißwürste beim Fischer-Wirt am Starnberger See.“

Kaufmann hat sich diese Figur quasi auf den eigenen, über 1,80 Meter großen Leib konzipiert: Er selbst ist ein „Kriegsbaby“, 1947 in München zur Welt gekommen. Als Schauspieler wurde er von Rainer Werner Fassbinder entdeckt, war dann etwa in „Derrick“ oder „Der Alte“ zu sehen. Schließlich: der Karriereknick, als Kaufmann einen Mord gestand, den er nicht begangen hat. Nach mehr als zwei Jahren Haft, wurde er Anfang des Jahres 2005 freigesprochen und arbeitete seitdem wieder als Schauspieler – am Theater (etwa in Johan Kresniks Bremer Inszenierung von „Die zehn Gebote“) und in kleineren Film- und Fernsehrollen (etwa in der BR-Serie „Dahoam is Dahoam“).

In einer Woche startet nun Michael „Bully“ Herbigs neuer Kinofilm „Wickie und die starken Männer“ mit einem herrlich aufgelegten Günther Kaufmann als Pirat „Schrecklicher Sven“. Dieser Film könnte sein großes Comeback werden. Parallel dazu verfolgt der Schauspieler seine Idee vom „Schwarzen Columbo“. Er charakterisiert die Titelrolle so: „Zunächst ist Moosrainer ein Mensch. Er ist zwar gnadenlos als Polizist – aber so einen kleinen Wodka-Dieb etwa, den lässt er schon mal laufen.“

Seine Serie, ist sich der 62-Jährige sicher, wird beim Zuschauer ankommen. „Es gibt in Bayern ja nichts mehr an Krimiserien. ,Der Bulle von Tölz‘ ist nicht mehr, weil die tolle Ruth Drexel nicht mehr ist. Dann haben wir noch die ,Rosenheim-Cops‘, aber das ist eine andere Schiene. Es gibt auch keinen Wolfgang Fierek mehr, die ganz Alten – Gustl Bayrhammer, Maxl Graf und wie sie alle heißen – sind auch schon lange weg. Aber es gibt noch einen, und der bin ich. Und zwar in Bestform“, sagt er selbstbewusst. „Die Leute lieben mich. Das weiß ich, seit ich im Dschungel war. Sieben Millionen Zuschauer jeden Abend können nicht irren“, meint er in Anspielung auf seine Teilnahme beim RTL-Dschungelcamp im Januar.

Nun ist Kaufmann auf der Suche nach einem Sender, der den „Schwarzen Columbo“ mit ihm in der Titelrolle realisiert. 90 Minuten soll eine Folge lang sein. Im Pilotfilm soll Ingrid van Bergen mitspielen, die Kaufmann aus der Dschungelshow kennt. Und auch einen Regisseur hat der Schauspieler bereits: Axel Barth hat mit ihm bei der ZDF-Serie „Soko Leipzig“ zusammengearbeitet: „Das ist eine tolle Geschichte. Da ist alles drin“, sagt Barth im Gespräch mit unserer Zeitung. „Welcher Regisseur würde das nicht gerne machen?“

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