Ein Krimi aus uralten Zeiten

- Seit die eingefrorene Mumie eines vor 5300 Jahren gestorbenen Mannes 1991 in den Südtiroler Alpen gefunden wurde, ist "Ötzi" Gegenstand wissenschaftlicher Studien. Was bei den Untersuchungen herauskam, lieferte der britischen TV-Produktionsfirma Dangerous Films reichlich Material für ihr Doku-Drama "Mord im Eis". Auch ProSieben war als Koproduzent an dem Projekt beteiligt und zeigt den Film morgen Abend.

Hinweise auf ein Verbrechen

Wie kam Ötzi ums Leben? Diese Frage stand am Anfang der Arbeit von Regisseur Richard Dale. In einer Mischung aus Dokumentation mit Computerhilfe, Drama und Profiler-Krimi bietet er drei verschiedene Versionen von Ötzis Tod an. Das Kamerateam durfte die Original-Mumie im Bozener Museum filmen, doch für die weitere Arbeit am Film wurde eigens eine Kopie angefertigt. In nachgestellten Szenen aus der Zeit vor über fünf Jahrtausenden wird Ötzi von dem Schauspieler Mark Noble dargestellt.

Die Voraussetzungen für "Mord im Eis" (Originaltitel: "The Iceman Murder") waren besonders günstig, Regisseur Dale berichtet: "Der Ötzi-Fund ist so vollständig, so umfangreich. Wir haben Werkzeuge, Waffen, Kleidung und eine Leiche." Der Fund öffnete gleichsam die Tür zu einer wichtigen Phase der Geschichte und lieferte eine Kette von Hinweisen auf ein Verbrechen.

Zunächst waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass Ötzi ein Ziegenhirt gewesen sein könnte, der bei einer Gletscherüberquerung erfror. Dann jedoch wurde in seiner Schulter eine Pfeilspitze entdeckt und an seinen Kleidern und Waffen das Blut von drei weiteren Menschen. Doch die Befunde blieben so unvollständig, dass im Film drei verschiedene Handlungsstränge möglich waren, die mit den Indizien übereinstimmten. Ötzi könnte tatsächlich als Hirte ums Leben gekommen, als Händler einem Racheakt zum Opfer gefallen oder als Häuptling bei einer Stammesfehde getötet worden sein.

Tätowierungen auf dem Rücken

"Mord im Eis" ist eine Koproduktion von ProSieben, BBC, Discovery Channel und France 2. Neben Spielszenen erläutern Wissenschaftler die Forschungsergebnisse anhand der bei dem Toten gefundenen Gegenstände, der Blutspuren an seinen Fingern, Schnittwunden und Tätowierungen auf seinem Rücken. Ob er bei der Arbeit etwas über Ötzi erfahren habe, das er noch nicht wusste? Richard Dale: "Dass seine letzte Mahlzeit noch immer in seinem Magen ist, Wild und Brot übrigens."

ProSieben, morgen um 20.15 Uhr.

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