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Hier lesen Sie die Kritk zum "Tatort" aus Weimar vom Sonntagabend. So fand Merkur-Autorin Katja Kraft "Der treue Roy" mit Nora Tschirner und Christian Ulmen.

Mit Nora Tschirner und Christian Ulmen.

Kritik zum "Tatort" aus Weimar: So war "Der treue Roy"

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München - Hier lesen Sie die Kritk zum "Tatort" aus Weimar vom Sonntagabend. So fand Merkur-Autorin Katja Kraft "Der treue Roy" mit Nora Tschirner und Christian Ulmen.

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Das Weimar ARD-„Tatort“-Team hat ein grundsätzliches Problem. Denn sie wissen nicht, was sie sein wollen. Witzig oder ernsthaft? Jung, bunt und neu oder doch lieber klassischer „Tatort“? Genauso lustlos, wie Nora Tschirner als Kommissarin Kira Dorn mit ihrer typischen Miesepeter-Miene durch die Gegend schlurft, genauso lustlos scheinen auch Murmel Clausen und Andreas Pflüger beim Schreiben des Drehbuchs zu „Der treue Roy“ gewesen zu sein. Da mag Fritzi Haberlandt sonst auch eine noch so gute Schauspielerin sein – Sätze wie „Entschuldigen Sie die Unordnung, das passt gar nicht zu ihm“ kann auch sie nicht retten.

Überhaupt wirkt in dem eigentlich interessanten "Tatort"-Plot alles zu gewollt lässig, cool und witzig. Regisseur Gregor Schnitzler setzt zu sehr auf die Beliebtheit seiner zwei Hauptdarsteller Christian Ulmen und Tschirner, deren Spiel aber leider so wenig variantenreich ist wie die Form von Thüringer Rostbratwürsten.

Kamera (Ralf Noack) und Ton (Dirk-Teo Schäfer) haben zwar ihr Möglichstes getan, um in den Schwarz-Weiß-Rückblenden eine recht interessante Mischung aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ und Film noir zu probieren. Wenn dann aber wiederum – haha, zu komisch! – eine Slow-Motion-Szene von Dorn nach ihrem Besuch im Schönheitssalon folgt, fragt man sich schon: Weshalb das Ganze? Denn die Pointe fehlt. Wehende Haare, überschminktes Gesicht. Und nun? Solche Albernheiten durchziehen den Film. Carl Heinz Choynski, der auf verwirrten alten Mann macht, ist da nur die Spitze des Eisbergs. Klar, dass die Nachricht „Roy lebt“ dann noch mit Blut auf den Boden geschmiert wurde. Ist das hier „Tatort“-Persiflage oder ernst gemeint?

Einziger Lichtblick in diesem von Schauspielkunst ansonsten völlig freien Film: Florian Lukas als unzerstörbarer Roy. Man hätte ihm bessere Mitspieler gewünscht.

Die Tatort-Teams im Überblick

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