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Das Ermittlerteam aus Dresden.

MDR-Folge stellt Forderungen an die Politik

TV-Kritik zum Dresden-Tatort: Gar nicht lustig, dafür sehr stark

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In den bisherigen Folgen suchte der Tatort aus Dresden noch nach seiner ganz eigenen Linie.  Mit „Déjà-vu“ setzt der MDR ein Ausrufezeichen.

Was will Dresden? – Diese Frage stellte sich angesichts der ersten vier Folgen des recht neuen Ermittlerteams vom MDR. Humor? Krawall? Haudrauf-Krimi? Eine Mischung aus allem? Man wusste es nicht, und so richtig überzeugend war das, was aus Sachsen kam, denn auch nicht – bis Sonntagabend.

Die Folge Déjà-vu über einen mordenden Pädophilen ist alles, nur nicht lustig und krawallig. Dafür sensibel inszeniert, mit viel Raum für die Figuren, einer großartigen Musik und starken Schauspielern – sowohl auf Kommissars-Seite (Martin Brambach, Karin Hanczewski, Alwara Höfels) als auch auf Opfer- und Täterseite. 

Pädophiler wird überzeugend verkörpert

Allen vo­ran Jörg Malchow und Franziska Hartmann, denen man die Wut, die Trauer und die Verzweiflung über den Missbrauch und den Mord an ihrem Sohn stark nachfühlen kann. Und so pervers und krank die Figur des pädophilen René Zernitz ist, so überzeugend verkörpert ihn Benjamin Lillie.

Nebenbei stellt dieser starke Tatort auch noch eine Forderung an die Politik auf. Kommissariatsleiter Schnabel wünscht sich nämlich ein Gesetz, das die umfassendere Auswertung von DNA möglich macht. In Deutschland darf Genmaterial, das an einem Tatort gefunden wird und möglicherweise vom Täter stammt, (noch) nicht auf Merkmale wie Augen-, oder Haarfarbe analysiert werden. Millionen Eltern (und vermutlich nicht nur die) werden sich nach diesem Film seiner Forderung anschließen.

Der „Tatort“ hat nicht nur regelmäßig ein Millionenpublikum vor dem Fernseher. Er gehört auch zu den Sendungen, auf die es jede Woche Tausende von Kommentaren gibt - zunehmend über Twitter und Facebook.

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