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Er darf bei keinem Grand-Prix fehlen: Kommentator Peter Urban.

Seine Favoriten für das Finale

Kultig: ESC-Kommentator Peter Urban im Interview

Kopenhagen - Er kennt den Wettbewerb in- und auswendig: Peter Urban wird auch am Freitag wieder das Finale des Eurovision Song Contests begleiten und verrät vorab seine Favoriten.

Sein Gesicht kennen die wenigsten, seine Stimme Millionen: Kultkommentator Peter Urban führt die deutschen TV-Zuschauer alle Jahre wieder durch den Grand-Prix-Abend. Im Interview verrät der 66-Jährige, was ihn am europäischen Sängerwettstreit so fasziniert - und wer in diesem Jahr im Rennen um die Gunst von Zuschauern und Jury am Ende vorn liegen könnte.

Das Quiz zum Eurovision Song Contest 2014

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Sie sind der dienstälteste unter den ESC-Kommentatoren. Wie verrückt muss man sein, um das so lange zu machen?

Peter Urban: Das ist ja nicht verrückt. Ich trete hier ja nicht als Fan an, sondern betrachte das aus einer Warte, die auch mal ironisch ist. Ich laufe nicht wie der verrückte aufgedrehte Fan herum, sondern bin eher der, der sich einmal im Jahr damit beschäftigt und sonst das ganze Jahr etwas anderes macht. Es ist ein Ausflug in eine andere Welt, der mich an ein großes Sportereignis erinnert - wie eine musikalische Europameisterschaft. Und ich wäre gern Sportreporter geworden, insofern kann ich das kompensieren, indem ich die größte Musikshow und den größten Musikwettbewerb der Welt kommentiere.

Was war ihr Lieblings-Grand-Prix in all den Jahren?

Peter Urban: Oslo war sehr interessant - natürlich auch, weil Deutschland mit Lena gewonnen hat. In Jerusalem 1999 fand ich es sehr spannend, das in einer ganz anderen Welt zu erleben und auch das Land sehr gut kennenzulernen, was damals noch ging. Damals gab es noch nicht die Halbfinale. Deshalb konnte man eine Woche da sein und sich auch mal was angucken. Von Kopenhagen habe ich nur das Hotel und die Fahrt zur Halle erlebt. Es ist eine schöne Stadt, aber ich habe nur diese Industriebrache kennengelernt, das ist schade.

In diesem Jahr ist die musikalische Spannbreite beim ESC wahnsinnig groß, von Techno über Rock bis Hip-Hop.

Peter Urban: Da gebe ich Ihnen Recht. Diesmal haben wir sogar eine Gruppe aus Georgien dabei, die Avantgarde-Jazz gepaart mit georgischer Folklore spielt, eine wahnsinnige Mischung, sehr anspruchsvoll und sehr kompliziert. Das ist schon ungewöhnlich. Dann Hip-Hop aus Griechenland, Rock aus Finnland und sehr schöne neue Countrymusik aus Holland. In früheren Jahren war es eher nur diese übliche Grand-Prix-Ballade oder die etwas stampfenden Eurodance-Nummern. Die gibt es natürlich immer noch, ein paar Balkanländer haben das auch diesmal wieder in diese Richtung getrieben. Aber das war früher die Haupt-Stilistik, und das war schon einseitiger.

Haben Sie einen Tipp, wer gewinnen könnte?

Peter Urban: Wenn es nach mir persönlich ginge, würde ich auf Griechenland tippen, das finde ich ganz toll. Ich finde auch die Niederlande ganz wunderbar. Aber ich denke, es wird eher ein Song gewinnen, der einen gemeinsamen Nenner darstellt, der aus ganz vielen Ländern Punkte bekommt und so eine Mehrheit erreicht. Und da spricht alles für Schweden denke ich. Kleine Überraschungsmöglichkeit: Österreich? Wer weiß, vielleicht outet sich Europa und ist tolerant. Das Lied ist ganz gut und der Mann singt gut. Also die Frau.

dpa

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