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"Wunschkinder" zeigt die Geschichte eines Paares, das eine Auslandsadoption plant.

ARD-Drama

„Wunschkinder“ - Der lange Kampf um das große Glück

Berlin - Marie und Peter wünschen sich sich sehnlichst Nachwuchs. Als es auf natürlichem Wege nicht klappt, versuchen sie alles, um sich ihr Glück doch noch zu erfüllen - und setzen dabei ihre Liebe aufs Spiel.

Ungewollt kinderlos - der Film „Wunschkinder“ greift ein sensibles Thema auf. Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt er die Geschichte eines Paares, das sich das vermeintlich normalste auf der Welt wünscht: ein gemeinsames Kind. Der Wunsch bleibt unerfüllt, Marie (Victoria Mayer) und Peter (Godehard Giese) gehen den mühsamen Weg einer Auslandsadoption. Angesichts zahlreicher Rückschläge und großer Bürokratie droht ihre Liebe auf der Strecke zu bleiben. Das Drama „Wunschkinder“ ist an diesem Mittwoch (20.15 Uhr) im Ersten zu sehen.

Grundlage des Films ist der autobiografische Roman „Wunschkind“ von Marion Gaedicke aus dem Jahr 2009, in dem sie ihre Erfahrungen mit einer Auslandsadoption aus Russland schildert. Filmproduzent Michael Polle hörte eine Lesung Gaedickes und war nach eigener Aussage zutiefst bewegt von dem Schicksal des Paares: „Wie sie immer wieder zweifelten, sich fragten, ob sie das Richtige tun - und ob sie es als Paar schaffen würden“.

Marie (Victoria Mayer) und Peter (Godehard Giese) haben mehrere gescheiterte Versuche der künstlichen Befruchtung hinter sich. Den Traum von einer Familie aufgeben wollen sie aber nicht. Sie informieren sich über Adoptionen, aufgrund von Peters Alter kommt nur noch eine Auslandsadoption infrage. Bei einer Informationsveranstaltung lernen sie Sandra (Silke Bodenbender) und Martin (Arnd Klawitter) kennen. Die beiden sind in der gleichen Situation. Gemeinsam recherchieren die Paare, wie eine Auslandsadoption abläuft.

Nach Monaten des Wartens bekommen Marie und Peter ein Foto aus einem russischen Kinderheim zugeschickt: Nina, zehn Monate alt. Das könnte ihr Tochter werden. Aufgeregt reist das Paar nach Russland. Als sie das Mädchen in den Armen halten, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch die Mühlen der russischen Bürokratie machen dem Glück einen Strich durch die Rechnung. Der zu Ende geglaubte Kampf geht nun erst richtig los.

Eindringlich zeigt Regisseurin Emily Atef, wie das Thema Adoption zunehmend das Leben des Paares bestimmt. „Wunschkinder“ sei eine Liebesgeschichte. „Es sollte bewusst kein Film über eine Adoption werden“, sagt Atef im Gespräch mit der ARD.

Während die Beziehung von Sandra und Martin den Strapazen des Adoptionsprozesses nicht gewachsen ist, setzen Marie und Peter alles daran, sich nicht zu verlieren. Der Film zeige, wie man gemeinsam durch eine schwierige Situation gehen kann und wie zwei Menschen gut miteinander umgehen können und sich gegenseitig in der Partnerschaft unterstützen, findet Schauspieler Godehard Giese, der mit seiner Kollegin Victoria Mayer zehn Jahre zuvor schon einem in einem „Tatort“ ein Ehepaar gespielt hat.

„Was mich an der Geschichte sehr berührt hat, ist der Weg zweier Menschen, die bereit sind, für ihr gemeinsames Ziel alles aufs Spiel zu setzen“, sagt Mayer. „Wie dieses Paar umeinander, um ihre Liebe und um ihre Beziehung kämpft - das finde ich sehr sehens- und erzählenswert.“

dpa

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