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Coole Diskussion im heißen Raum: (v.li.) Jeannine Michaelsen, Filmproduzent Oliver Berben, Filmfest-Mitarbeiterin Ulrike Frick und Schauspieler Trystan Pütter.

Launige Diskussion um die Zukunft des deutschen Fernsehens bei Cartier in München

Immer wieder Neues anpacken!

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Ist das deutsche Fernsehen tot? Darüber diskutierten fröhlich Moderatorin Jeannine Michaelsen, Filmproduzent Oliver Berben, Filmfest-Mitarbeiterin Ulrike Frick und Schauspieler Trystan Pütter in München.

„,Supergut für eine deutsche Produktion‘ – so einen Satz müssen wir uns jetzt echt mal klemmen“, meint Jeannine Michaelsen trocken am Mittwochabend in der Cartier Pop Up Appartement Boutique an der Münchner Maximilianstraße. Denn supergut und deutsch – das sei nun wirklich kein Widerspruch mehr. Bestätigendes Klatschen von Filmproduzent Oliver Berben. Er sitzt neben der Moderatorin hinter der Bar. Nicht, um „mit nacktem Oberkörper Cocktails zu mixen“, wie Michaelsen angesichts der saunahaften Raumtemperaturen scherzhaft behauptet. Sondern um über die Zukunft des deutschen Films und Fernsehens zu diskutieren.

Es ist der Vorabend des Filmfests in München. Und so amüsant, wie Berben, Schauspieler Trystan Pütter und Ulrike Frick, Mitarbeiterin unserer Zeitung und beim Filmfest für die Programmreihe „Neues deutsches Fernsehen“ verantwortlich, miteinander diskutieren, bekommt man auf die kommenden neun Tage voll von Kino, Film und Spaß noch mehr Lust.

„Die Streamingdienste beleben das Geschäft“

Pütter war es, der erwähnt hatte, wie „supergut für eine deutsche Produktion“ beispielsweise die Serie „How to sell drugs online (fast)“ sei. „Für diesen Satz hast du gerade drei mögliche Rollen verloren“, droht Berben lachend. Auch er ist genervt von diesem immer gern verbreiteten Bild des langweiligen deutschen Films. Er, der für die Constantin häufig in Los Angeles unterwegs ist, merkt, wie positiv der Blick von außen auf die deutsche Filmlandschaft sei. „Hier im Land wird immer gemäkelt und kritisiert; aus den USA höre ich ganz andere Rückmeldungen.“ Angesichts von Serien wie „Das Parfum“, eine Koproduktion von ZDFneo und Netflix, etwa jubelten sie in den Vereinigten Staaten. Während die Spielfilm-Adaption des Romanstoffs von Patrick Süskind dort vor ein paar Jahren floppte. „Das zeigt: Man muss immer wieder Neues wagen. Genau dazu geben uns die Streamingdienste Gelegenheit. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.“

Es gibt noch immer die Lagerfeuer-Momente

Und freut die Schauspieler. „Viele von uns sind mittlerweile monatelang für Serien geblockt. Das ist großartig“, betont Pütter, der selbst in der neuen Staffel von „Bad Banks“ einen Finanzminister spielen wird. „Ausgerechnet ich, der überhaupt nicht weiß, wie man Steuererklärungen macht.“ Ironischer Einwurf von Michaelsen: „Dabei weiß man ja, dass das die Hauptaufgabe eines Finanzministers ist.“

Und dann ist da noch so ein Satz, den Oliver Berben künftig nicht mehr hören möchte: „Immer heißt es, diese Lagerfeuer--Momente vor dem Fernseher seien mit großen Shows wie ,Wetten, dass..?‘ gestorben. Ich denke: Das Lagerfeuer geschieht immer noch – nur nicht mehr zeitgleich.“ Heute diskutiere man etwa in den Sozialen Netzwerken über den Ausgang toller Serien und starker Filme. Bester Beleg für diese These ist der Abend bei Cartier. Als Pütter erzählt, dass er gerade die neue Staffel von „Big Little Lies“ anschaue, klatschen die Gäste, fangen gleich an, sich darüber zu unterhalten. Das Fernsehen, das Kino tot? Von wegen!

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