Brüsseler Gericht spricht Islamisten Abdeslam des Mordversuchs schuldig

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Leben in aller Öffentlichkeit

"Big Brother": - Mit "Shakespeare" konnte Zlatko Trpkovski nichts anfangen. Der "Big Brother"-Kandidat der ersten Stunde hielt den Namen des berühmten Dichters für die Bezeichnung eines Brauereierzeugnisses ­- und sorgte damit im Frühjahr 2000 für Aufsehen. Da war die Show schon längst beim Zuschauer angekommen, die Nation diskutierte, was im Container passierte.

Diese Stimmung wünschen sich RTL 2 und Premiere auch zu Beginn der neuen, der inzwischen siebten Staffel, die heute beginnt.

Bis zu zwölf Kandidaten sollen in aller (TV-)Öffentlichkeit essen, trinken, schlafen, sich streiten und möglichst auch lieben, vielleicht so sehr wie in den Niederlanden, wo eine Bewohnerin schwanger wurde. Doch das Interesse an "Big Brother" hat in der Vergangenheit deutlich nachgelassen. Die letzte Staffel, die Anfang März vergangenen Jahres auslief, dauerte ein geschlagenes Jahr, die Quote war gering, und sie bot kaum noch Gesprächsstoff -­ anders als im Jahr 2000, als "Sladdi" oder Jürgen bis zu fünf Millionen Zuschauer hatten.

Deswegen will man jetzt zurück zu den Wurzeln. Wie viele Menschen sich beworben haben, wollen die Veranstalter nicht mitteilen. "Big Brother" sei nicht vergleichbar mit "Deutschland sucht den Superstar". Die Kandidaten mussten sich Zeit nehmen und Hemmungen überwinden, um auf einem Fragebogen viele auch sehr persönliche Fragen zu beantworten. Dafür winken bis zu 250 000 Euro demjenigen, der es bis zum Ende schafft, von seinen Kollegen nicht zum Rauswurf nominiert und von den Zuschauern per Anruf abgewählt zu werden. Premiere überträgt für 15 Euro im Monat in einem eigenen Kanal alles rund um die Uhr, RTL 2 zeigt jeden Tag ab 19 Uhr eine Zusammenfassung. Moderatorin ist die gebürtige Schwedin und Ex-SAT 1-Moderatorin Charlotte Karlinder (31). Ihr Außenreporter im Haus ist Jürgen Milski (42), einst selbst "Big Brother"-Bewohner und inzwischen Musiker und Neun live-Moderator.

Die für RTL 2 zuständige Landesmedienanstalt wird auch dieses Mal die Gespräche und Vorgänge im 150 Quadratmeter großen Kölner Container beobachten. Sie hat den Sendern auferlegt, jedem Bewohner pro Tag eine "Freistunde" ohne Beobachtung zu gewähren. Vor gelegentlichen Ausrastern sind alle gewarnt. Im Jahr 2004 erzählte ein Kandidat Judenwitze. Premiere entließ zwei Mitarbeiter und verstärkt jetzt die Kontrollen. In Großbritannien kam es jüngst zum Eklat, als eine indische Schauspielerin sich rassistischen Äußerungen ausgesetzt sah.

RTL 2, ab heute täglich um 19 Uhr, sowie Premiere, ab heute täglich rund um die Uhr.

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