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Im Film werden die Dassler-Brüder gespielt von Christian Friedel (l.) und Hanno Koffler.

Bruderkampf in der ARD

Das Leben von Rudi und Adi Dassler als packender Zweiteiler

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München - Bei manchen Filmen fragt man sich: Warum kommen sie erst jetzt?! „Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ ist so einer.

Die Lebensgeschichte der Geschwister Adi (1900 – 1978) und Rudi Dassler (1898 – 1974), Gründer der beiden Weltfirmen Adidas und Puma, ist so packend, dass sie nach einer Verfilmung schreit! Im vergangenen Jahr hat RTL eine respektable Inszenierung hingelegt. Und nun, an Karfreitag, zieht die ARD mit einem Zweiteiler nach. „Wir wollten einen präzise recherchierten Film, der dieser unglaublichen deutschen Erfolgsgeschichte gerecht wird,“ sagt der Münchner Produzent QuirinBerg.

Und das ist gelungen. Mit enormem Aufwand (gedreht wurde in Bayern und Tschechien) und viel Liebe zum

„Die Dasslers“, Karfreitag  und Karsamstag, jeweils 20.15 Uhr, ARD

Detail hat das Münchner Regieduo Cyrill Boss und Philipp Stennert (Neues vom Wixxer) die Geschichte inszeniert. „Wir haben für die Arbeit am Drehbuch sehr viel recherchiert, um den Film so wahrhaftig wie möglich zu machen“, erzählen die beiden, die bis zum Produktionsbeginn „alles verschlungen“ haben, was zum Thema Adidas und Puma bisher veröffentlicht wurde - von Dokus bis zu alten Zeitungsartikeln. Auch Besuche bei den Firmen, die beide inzwischen nicht mehr in Familienhand sind, und den Familien selbst fanden statt. „Sie haben uns sehr viel Vertrauen entgegengebracht und Einblick in ihre Archive gewährt“, so Cyrill Boss.

Adolf (l.) und Rudolf Dassler.

Man kann also davon ausgehen, dass alles, was im Film erzählt wird, der Realität tatsächlich sehr nah kommt. Wie Rudi, der Geschäftstüchtige, und Adi, der Kreative, zunächst ihren gemeinsamen Traum leben und aus der Schusterwerkstatt des Vaters im fränkischen Herzogenaurach heraus große, mehr noch, Deutschlands erfolgreichste Turnschuhfabrikanten werden wollen. Wie sie sich dann – übrigens auch angetrieben von ihren Frauen – zerstreiten und zu hassen beginnen. Wie aus den Brüdern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, erbitterte Konkurrenten werden. Und beide am Ende ihre eigenen Firmen gründen, die jeweils Weltruhm erlangen - Adidas (Adi) und Puma (Rudi).

Hanno Koffler (Rudi) und Christian Friedel (Adi) spielen die Geschwister über die gesamten 180 Minuten hinweg mit ungeheurer Leidenschaft. „Rudolf Dassler von seinen Zwanzigern bis zu seinem Tod mit 76 darzustellen und diesen außergewöhnlichen Charakter sowohl körperlich als auch emotional durch dieses bewegte Leben zu führen, war die größte schauspielerische Herausforderung, die ich bisher zu meistern hatte“, sagte Hanno Koffler nach der Premiere beim Münchner Filmfest. „Es war aber auch eines meiner schönsten beruflichen Erlebnisse.“

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