Linke Füße und andere Widrigkeiten

- Zwiegespräche mit dem Kühlschrank sind im Grunde eine Sache für den Psychologen, aber nicht im Fall Axel Hacke. Seine Dialoge mit dem coolen Hausgenossen bildeten den Grundstein für das Buch "Das Beste aus meinem Leben", das der 50-jährige Journalist und Buchautor vor drei Jahren veröffentlichte.

Die Konfliktsituationen des Alltags, die Hacke vor dem Buch bereits in einer Zeitungskolumne veröffentlichte, fanden Eingang in die neue ARD-Serie "Das Beste aus meinem Leben", die morgen startet.

Der Achtteiler wird wöchentlich freitags zu einer Zeit ausgestrahlt, in der zuletzt verschiedene Serien vergeblich um die Gunst des Zuschauers kämpften. Zuletzt sendete die ARD von Dienstag bis Freitag auf dem schwierigen Sendeplatz um 18.50 Uhr die Serie "Zwei Engel für Amor", die jedoch nur Marktanteile von knapp sechs Prozent erzielte. Vorher schon scheiterten die Produktionen "Das Geheimnis meines Vaters" oder "Sophie - Braut wider Willen". Gegenwärtig sendet die ARD eine Doppelfolge von "Das Quiz mit Jörg Pilawa" - mit etwas mehr Resonanz.

Hohe Erwartungen also, doch die Fernsehadaption seines Buches um die alltäglichen Widrigkeiten des Lebens mit Frau und Kind fand durchaus Gnade in den Augen des Autors: "Vieles hat mir gefallen, ganz besonders die Arbeit der Schauspieler und der Regisseure", sagt Hacke. "Was ich gesehen habe, hatte Witz und Charme." Im Übrigen sei die Fernsehserie sehr eigenständig. Mit seinem eigenen Leben sei das, was man sehen könne, schwer zu vergleichen.

Im Fernsehen heißt der Familienvater Max Miller. Ihn spielt Oliver Mommsen, seine Frau Paola ist Elena Uhlig. In der ersten Folge geht es um das Tanzen. Obwohl Max für alle sichtbar zwei linke Füße hat, will Paola, dass er mit ihr auf dem Betriebsfest tanzt. Er lehnt ab. Paola ist enttäuscht. Dann wird sie eben mit seinem Rivalen, dem beliebten Sportreporter Jens Jansen, über das Parkett wirbeln. Wie schon letztes Jahr. Ehe- und Scheidungsspezialist Bruno weiß, was zu tun ist. Max muss heimlich einen Tanzkurs absolvieren ­ in vier Tagen.

Und noch etwas ist anders als im Buch. Dort heißt der Kühlschrank "Bosch". In der Serie ließ die ARD den zunächst beibehaltenen Namen ändern und dazu Teile der Produktion für eine fünfstellige Summe nacharbeiten ­ aus Angst vor dem Vorwurf der Schleichwerbung. Millers cooler Hausgenosse heißt nun "Frost".

ARD, ab morgen jeweils freitags, um 18.50 Uhr

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