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Lisa Maria Potthoff (r.) mit ihrer Crew bei den Dreharbeiten zu „Bier Royal“.

Interview mit Susi aus Eberhofer-Krimi

Lisa Maria Potthoff: Maria Mafiosi" in „Bier Royal“

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Lisa Maria Potthoff ist aktuell als schwangere Polizistin in Maria Mafiosi auf der Leinwand zu sehen. Am Dienstag feiert sie mit dem neuen Eberhofer-Krimi in München Premiere. Wir trafen die Berlinerin mit bayerischer Kindheit zum Interview.

„Bier Royal“– das klingt, als wäre in diesem Fernsehstoff alles, was das Zuschauerherz begehrt, oder? 

Lisa Maria Potthoff: Stimmt, und ich freue mich riesig, das zu drehen. Das Schöne an dem Projekt ist, dass es so schwarzhumorig und münchnerisch ist. Jeder hat Dreck am Stecken, und jeder versucht gnadenlos, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Es geht um eine Münchner Bierbrauerdynastie. Gisela Schneeberger spielt meine Stiefmutter, und nach dem Tod meines Vaters beziehungsweise ihres Mannes streiten wir ums Erbe. Bei einer solchen Dynastie,das können Sie sich vorstellen, geht es nicht nur um 3,50 Euro. 

Da können Sie ganz andere Facetten zeigen als in den Eberhofer-Krimis … 

Potthoff: Ja, aber die Rolle der Susi in den Eberhofer-Krimis ist mir extrem ans Herz gewachsen. Sie muss immer wieder mit dem Franz kämpfen. Der ist ein zäher Bursche und lässt sich nicht einfach verbiegen. Sie versucht, sich zu emanzipieren, ist aber nach wie vor nicht am Ziel ihrer Träume. 

Verläuft die Entwicklung der Figuren noch so wie in den Büchern von Rita Falk? 

Potthoff: Für einen Film muss ja alles viel kompakter sein. Dadurch verändert sich auch eine Figur manchmal sehr. Was Regisseur Ed Herzog mit der Inszenierung macht, erfordert ganz andere Kniffe und Wendungen. Wir haben die Figuren inzwischen ein wenig herausgerissen aus dem Romankontext und zu Filmfiguren gemacht. Aber Rita Falk ist sehr stolz auf uns, und die Filme gefallen ihr gut. 

Macht eine Rolle wie Susi mehr Spaß als die zurückgenommene Julia Thiel im „Usedom-Krimi“? 

Potthoff: Gerade der Wechsel macht Spaß. Dann genießt man es viel mehr, eine Susi zuspielen–oder umgekehrt. Das sind im Moment die krassesten Gegenentwürfe aller Rollen, die ich spielen darf. Bei Susi wäre alles, was ich bei Julia mache, absolut verboten. Und Julia würde ich komplett gegen die Wand fahren, wenn ich da auch nur ein bisschen so laut wäre wie als Susi. 

Die gibt manchmal ganz schön Gas. 

Potthoff: Heute existiert oft nicht mehr der Mut zur wirklich skurrilen Komödie, aber Ed Herzog lässt uns die Freiheiten. Der Franz ist alles andere als ein typischer Protagonist, und Sebastian Bezzel darf das auch spielen. Da erzählt nicht einfach nur ein Polizist, sondern ein Kerl, der seinen Job und sein Leben auf eine sehr eigene Weise betrachtet. Der sich weigert, sein Frühstück selbst zu machen, der immer noch bei der Oma lebt und es nicht schafft, sich an Dienstvorschriften zu halten. Das ist das Spezielle dieser Komödie. Das sind keine glatt gewaschenen Fernsehfiguren, deswegen macht das solchen Spaß.

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