+
Im Milieu der Fleischerzeuger ermittelt Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler, mit Heino Ferch) in „Der gute Hirte“.

Neue Folge kommt

Maria Furtwängler: Darum hat sie "Tatort"-Pause gemacht

  • schließen

München - Nach längerer Pause steht Maria Furtwängler wieder im "Tatort" als Kommissarin Charlotte Lindholm vor der Kamera.

Fast zwei Jahre lang mussten die Fans auf Charlotte Lindholm verzichten. Im Dezember 2012 liefen die letzten beiden Folgen mit der taffen Ermittlerin aus Niedersachsen („Wegwerfmädchen“ und „Das goldene Band“). Doch bald hat das Warten ein Ende – seit Ende Juli steht das Team um die von Maria Furtwängler gespielte Kommissarin für eine neue Folge („Der gute Hirte“ ) vor der Kamera. Regie führt der mehrfache Grimme-Preisträger Alexander Adolph („Unter Verdacht“), der auch das Buch geschrieben hat.

Warum hat sie so lange pausiert? Sie habe eine kleine „innere ,Tatort‘-Krise“ gehabt, verrät Maria Furtwängler. Die sei aber nun überwunden und sie freue sich auf die Dreharbeiten. „Es ist, wie nach langer Zeit wieder an Plätze oder zu Personen zu kommen, die man sehr vermisst hat“, sagt die 47-Jährige. Und weiter: „Ich hatte schon richtig Sehnsucht nach meiner Charlotte Lindholm.“

Die Besetzung bei diesem Mini-Comeback kann sich sehen lassen. Heino Ferch spielt den mächtigen Fleischfabrikanten Jan-Peter Landmann, der nur knapp einem Mordanschlag entgeht. Sein Chauffeur stirbt jedoch. Stecken hinter dem Attentat militante Tierschützer? Oder galt der Anschlag am Ende gar nicht dem Unternehmer? Charlotte Lindholm beginnt zu ermitteln, Bibiana Beglau schlüpft in die Rolle einer unerfahrenen Kommissarin, die sie bei der Suche nach dem Täter unterstützen soll. Einen genauen Sendetermin für die Folge gibt es noch nicht.

Und wie geht es dann weiter? Müssen die Fans von Maria Furtwängler, der Quotenkönigin unter den „Tatort“-Kommissarinnen (siehe Kasten), nach der Ausstrahlung von „Der gute Hirte“ wieder mit einer längeren Pause der Schauspielerin rechnen? Eher nicht, beruhigt die Münchnerin: „Ich wünsche mir sehr, dass die Zeit bis zum nächsten ,Tatort‘ nicht so lange dauert. Die Gespräche für den Fall im kommenden Jahr laufen schon.“

"Tatort": Daten und Fakten zu Charlotte Lindholm

Seit 2002 ermittelt Maria Furtwängler als Kriminalhauptkommissarin Charlotte Lindholm an verschiedenen Orten in Niedersachsen, bisher liefen 21 Folgen. Schon mit ihrem ersten Fall setzte sie Maßstäbe. „Lastrumer Mischung“, ausgestrahlt am 7. April 2002, erzielte 10,2 Millionen Zuschauer und war damit der meistgesehene „Tatort“ jenes Jahres. Die Doppelfolge „Wegwerfmädchen“ und „Das goldene Band“ (9./16. Dezember 2012; 10,66 beziehungsweise 11,02 Millionen Zuschauer) schaffte es unter die Top Ten der meistgesehenen Folgen seit dem Jahr 2000. Erfolg im Beruf, Pech im Privatleben – viermal funkte es bisher laut Drehbuch mehr oder weniger heftig, die Partner der Polizistin wurden gespielt von Hannes Jaenicke, Heikko Deutschmann, David Rott und Benjamin Sadler. Seit der Folge „Erntedank“, ausgestrahlt am 30. März 2008, ist Lindholm Mutter eines unehelichen Sohnes namens David.

Von Astrid Kistner und Stefanie Thyssen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wegen diesem Foto wirft Netflix Biene Maja aus dem Programm
Die Biene Maja kennt man seit den 70er-Jahren als Kinderserie im TV. Jetzt warf Netflix eine Folge der neuverfilmten Serie aus dem Programm. Der Grund dafür ist …
Wegen diesem Foto wirft Netflix Biene Maja aus dem Programm
Warnstreik beim WDR: Radiomoderatoren von „1Live“ bleiben stumm
Wegen eines Warnstreiks verzichtete der WDR-Sender 1Live in den frühen Morgenstunden eine Stunde lang auf jegliche Redebeiträge und sendete stattdessen nur Musik.  
Warnstreik beim WDR: Radiomoderatoren von „1Live“ bleiben stumm
Wahlabend im TV: Private fassen sich kürzer und bieten Alternativ-Programm
Für manche Sender geht es am Wahlabend um kaum etwas anderes. ARD und ZDF berichten mehrere Stunden am Stück. Andere fassen sich kurz und sind so eine Alternative für …
Wahlabend im TV: Private fassen sich kürzer und bieten Alternativ-Programm
Bayerischer Rundfunk übernimmt 2018 den ARD-Vorsitz
Der Senderverbund hat einstimmig beschlossen, dass der Bayerische Rundfunk im Jahr 2018 den Vorsitz der ARD übernehmen wird - zuletzt hatte der BR diesen 2005/2006 inne.
Bayerischer Rundfunk übernimmt 2018 den ARD-Vorsitz

Kommentare