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Sat.1-Moderatorin Marlene Lufen spricht öffentlich über das Tabu-Thema „Vergewaltigung“.

„Brecht Euer Schweigen!“

Sex-Übergriff: TV-Moderatorin spricht über Horror-Erlebnis 

Köln - Moderatorin Marlene Lufen will Opfer von Sex-Verbrechen Mut machen, um das Schweigen zu brechen, in das sich viele der Opfer hüllen. Dazu spricht sie nun im Rahmen einer TV-Dokumentation über ihre eigene dramatische Story.

Update vom 28. März 2018: Das Team des Frühstücksfernsehens wird von einem Trauerfall geschockt. Am Mittwoch ist Sat.1-Nachrichtenmoderator Martin Haas überraschend gestorben

Das Schweigen brechen! Das ist es, was Marlene Lufen (45) erreichen will.

Die Moderatorin, die unter anderem das Sat1-Frühstücksfernsehen moderiert, wurde in der Vergangenheit laut express.de selbst Opfer eines Sex-Täters. Nun will sie im Rahmen der Sat1-Doku: „Vergewaltigt – Warum so viele Opfer schweigen“ für Aufklärung sorgen und Opfern die Angst nehmen, mit ihrer Geschichte zur Polizei zu gehen.

Immer wieder die gleichen Fragen

In der Doku wird ein Vergewaltigungsprozess nachgestellt, bei der Lufen als Opfer aussagt. Dem Express gegenüber sagte sie später: „Es geht an die Substanz, aber ich habe mich wohlgefühlt. Ich war überrascht, dass ich oft immer wieder die gleichen Fragen beantworten musste.“

Da viele Opfer sich schuldig fühlen oder schämen, werden viele Sex-Taten nicht zur Anzeige gebracht. Marlene Lufen jedoch appelliert an die Opfer: „Brecht Euer Schweigen! Erzählt Eure Geschichten. Ihr seid nicht allein! Meine Geschichte war nur der Auslöser für die Recherche und diesen Film. Ich hatte mich bei den Drehs auf intensive Gefühle eingestellt und auch darauf, dass es hart wird.“

Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden

Dass jedes Opfer seine eigene Geschichte hat und sich die Taten in Umfang und Grausamkeit stark unterscheiden können, ist Lufen beim Dreh noch einmal deutlich bewusst geworden: 

„Was einige erzählten, übersteigt alles, was ich mir bis dahin vorstellen konnte.“ Umso wichtiger, dass diese Opfer endlich den Mut finden zur Polizei zu gehen, damit die Täter für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden können.

Katharina Haase

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