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Am Samstag spät abends wird sich entscheiden, wenn die Supertalent-Jury zum neuen Star kürt: Bruce Darnell, Sylvie van der V aart, Dieter Bohlen (v. li.).

„Meinen Vater weinen zu sehen hat mich sehr berührt“

Vaterstetten - Er war einer von 37 000 Kandidaten, nun kämpft Dave Kaufmann (40), Fensterputzer aus Vaterstetten (Landkreis Ebersberg), gegen elf Mitbewerber um den Titel „Das Supertalent“.

Mit dem Bing-Crosby-Klassiker „White Christmas“ will er an diesem Samstagabend bei RTL das (Fernseh-)Publikum bezaubern.

-Hand aufs Herz – damit, dass Sie ins Finale kommen, haben Sie nicht gerechnet, oder?

Nein, natürlich nicht. Ich habe höchstens damit gerechnet, dass mir Dieter Bohlen in der Vorrunde eins mit dem verbalen Nudelholz überzieht und mich nach Hause schickt. Dass es nun ganz anders gekommen ist, ist für mich wie ein Traum. Ich habe Tage gebraucht, um zu begreifen, dass ich im Finale bin.

-Wie laufen die Vorbereitungen?

Bis jetzt ganz gut. Ich bin ein bisschen erkältet, hoffe aber, dass ich mit „White Christmas“ noch einmal einen guten Auftritt hinlege.

-Sie müssen sich gegen niedliche Jungstars wie Tamina, Richard oder Carlotta durchsetzen – rechnen Sie sich da überhaupt Chancen aus?

Ich rechne mir gar nichts aus. Ich bin froh, dabei zu sein und sehe in den anderen Finalisten auch keine Konkurrenten, sondern lauter liebe Leute, die für ihren Traum leben – so wie ich.

-Im Halbfinale war auch Ihr Vater im Publikum, hat sogar eine Träne verdrückt...

Meinen Vater weinen zu sehen hat mich sehr berührt. Zum Glück gab es dafür einen erfreulichen Anlass. Unser Verhältnis war nicht immer gut, aber jetzt ist es besser denn je. Wir beide haben viel dazugelernt.

-Wenn Sie gewinnen sollten – werden Sie dann Profimusiker?

Ja, natürlich! Es gibt doch nichts Schöneres, als sein Leben mit dem zu verbringen, was man am liebsten macht. Doch ich bleibe Realist, weil ich weiß, wie schwierig es wird, sich auf dem Markt zu behaupten.

-Und wenn ein anderer heuer „Das Supertalent“ wird?

Dann arbeite ich ab März, wenn die Saison beginnt, wieder als Fensterputzer. Dann tue ich das, was viele andere auch tun müssen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Trotzdem hat sich mein Leben verändert, weil ich weiß, dass es mir gelingt, mit meiner Stimme, mit meiner Musik Menschen zu berühren. Das bleibt. Für immer. Das Gespräch führte Rudolf Ogiermann.

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