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Sind beeindruckt von den Darbietungen: die Juroren Michelle Hunziker (M.), Michael Bully Herbig (r.) und Sasha (l.).

40-Jährige spricht über ihre neue Sendung

Hunziker im Interview: So lief der Dreh zu „It’s Showtime“ mit Bully

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München - Michelle Hunziker spricht im tz-Interview über ihre neue Sat.1-Sendung „It’s Showtime“. An der Seite von Michael Bully Herbig und Sasha sitzt sie in der Jury.

Bei Michelle Hunziker daheim herrscht herrliches Gewusel. So liebt sie es, da ist die Moderatorin ganz Italienerin. Zum Telefongespräch erreichen wir sie in ihrem Haus in Italien beim Spiel mit ihren Töchtern Celeste (2) und Sole (3). So, jetzt aber brav die Mama telefonieren lassen. „Bravo, Amore!“ Beeindruckend! So schnell herrscht Stille? Hunziker lacht: „Nein, nein, das hört sich nur so an, in fünf Minuten geht’s wieder los.“ Doch die 40-Jährige bleibt gut gelaunt und entspannt. So kann man sie ab Sonntag auch in der neuen Sat.1-Sendung „It’s Showtime“ erleben. An der Seite von Michael Bully Herbig und ­Sasha sitzt sie in der Jury, wenn Artisten, Sänger, Magier oder Tänzer aus der ganzen Welt ihr Talent beweisen. In jeder der sechs Shows gibt es am Ende einen Sieger. Ein Gespräch über das neue Format – und gute Unterhaltung.

In der Presseankündigung heißt es, Sie hätten bei keiner Show zuvor so viel gelacht wie bei „It’s Showtime“. Warum?

Michelle Hunziker: Ja, das war der Hammer. Ich fand Bully immer einen super Komiker. Aber so ist er nicht nur beruflich – sondern generell. Deswegen war das sehr, sehr lustig. Pure Unterhaltung! Und auch Sasha ist echt sympathisch.

Gekannt haben Sie sich aber schon von gemeinsamen Auftritten bei „Wetten, dass..?“.

Hunziker: Genau, ich hatte sie zu Gast bei Wetten, dass..?, aber das ist natürlich ganz anders. Bei It’s Showtime hatten wir richtig viel Zeit, uns von unserem Leben zu erzählen. Inklusive Umbau dauern solche Produktionstage schon mal zwölf Stunden. Langweilig wurd’s uns aber nie – die Zeit verging ruckzuck.

Wie viel sehen wir denn davon, was hinter den Kulissen passiert ist, in der Show?

Hunziker: Das Schöne ist, dass die Kamera die ganze Zeit lief. Auch während des Umbaus haben wir tollen Quatsch mit dem Publikum gemacht.

„Das wird ein kunterbunter Riesenzirkus“

Und weshalb sollte man die Show noch anschauen?

Hunziker: Weil es nicht so eine Castingshow ist, wie wir sie alle schon gesehen haben. Ich war total überrascht. Die Redaktion hat Talente aus der ganzen Welt eingeladen. So ist ein kunterbunter, internationaler Riesenzirkus entstanden. Sehr, sehr hochwertig.

Wäre die Show dann nicht eher geeignet für den Samstagabend?

Hunziker: Das haben wir alle gesagt! Bully meinte: „Das ist eine geile Samstagabendshow, die am Sonntag läuft.“ Aber das ist am Ende die Entscheidung des Senders.

Viele sind der Meinung, die Zeit der großen Samstagabendshows sei ohnehin vorbei…

Hunziker: Vermutlich ist das so. Ich bin eine, die das sehr realistisch sieht. Ich arbeite viel in Italien, aber so eine ­europäische, internationale Glamourshow wie Wetten, dass..? ist heute kaum hinzubekommen.

Dabei wäre das gerade in Zeiten, in denen Europa auseinanderbricht, etwas Einendes.

Hunziker: Ja, das sehe ich genauso. Weil Unterhaltung nichts mit Politik zu tun hat, kann sie Menschen vereinen und zusammenbringen.

Sie haben schon ziemlich alles moderiert – gibt es ein Format, das Sie noch reizt?

Hunziker: Ach, ich bin immer noch am Anfang! (Lacht.) Viele Kollegen meinen ja, Entertainment sei tot, und beklagen sich. Das finde ich nicht. Ich finde, man muss sich halt den neuen Zeiten anpassen und es gibt noch ganz viel zu finden, gerade was die neuen technischen Möglichkeiten angeht. Man kann wunderbar kreativ sein und Digitales mit dem klassischen Fernsehen verbinden. Ich bleibe da offen für alles.

Sichtlich Spaß hatte Michelle Hunziker während der Auftritte der Talente. Sasha schaut skeptisch.

„Die meiste Energie gibt mir meine Familie“

Und das mit zwei kleinen Kindern und einer erwachsenen Tochter – nun heißt es, Sie möchten noch ein Kind. Woher nehmen Sie die Energie?

Hunziker: Das Leben ist einfach wahnsinnig schön, wenn es voll mit vielen Sachen ist, die dich stimulieren. Ich liebe ein volles Haus mit ganz, ganz viel Lärm und vielen Kindern und Hunden. Natürlich gibt es auch mal Kummer – und es ist nicht immer alles nur lustig, aber am Ende des Tages ist die Familie das Schönste, was man haben kann im Leben. Eine Basis, die dir die Kraft gibt, deinen Job zu machen. Am Anfang, wenn man 20 ist und seinen Platz in der Welt noch suchen muss, hat man so einen inneren Stress und muss immer etwas beweisen. Aber wenn man eine Familie hat und sowieso glücklich ist, dann ist da eine Grundentspanntheit im Job, die dir nur deine Familie geben kann.

Und wenn Sie weit von daheim entfernt drehen müssen?

Hunziker: Wenn ich mehr als eine Nacht unterwegs bin, nehme ich die Kinder samt Nanny einfach mit. Bei den Superkids im vergangenen Jahr haben wir beispielsweise für die Zeit der Produktion in München gelebt und hatten großen Spaß. Morgens haben wir gemeinsam gefrühstückt, abends nach dem Dreh kam ich nach Hause, und ich hatte ja auch einige drehfreie Tage. Man kann sich schon organisieren. In Mailand ist mein Sender nur zwei Kilometer von meinem Zuhause entfernt. Da fahre ich morgens hin und komme nach der Show heim.

Wie eine ganz normale Mama…

Hunziker: Genau! (Lacht.)

Interview: Katja Kraft

„It‘s Showtime“ Sonntag, 20.15 Uhr, Sat.1

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