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Super Nanny Katharina Saalfrank.

Deutsche Kinderhilfe unterstützt "Die Super Nanny"

Hamburg - Die Deutsche Kinderhilfe kann die vielfach geäußerte Kritik an der RTL-Dokusoap “Die Super Nanny“ nicht nachvollziehen.

“Es bedarf angesichts der massiven Zahl von überforderten Eltern und der damit einhergehenden Vernachlässigung von Kindern neuer Wege“, sagte Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender des in Berlin ansässigen Vereins, am Donnerstag nach dem Ausstrahlungsbeginn der neuen Staffel am Mittwoch.

“Die Super Nanny sensibilisiert die gesamte Gesellschaft für Erziehungsthemen und errichtet keine sozialen und bildungsbezogenen Barrieren.“ Die Sendung entspreche “dem gesellschaftlichen Bedarf nach Erziehungsberatung“ und ermutige Eltern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Im Vorfeld der Ausstrahlung hatten andere Einrichtungen die Sendung, in der die Pädagogin Katharina Saalfrank Konflikte zwischen Eltern und Kindern glätten will, kritisiert.

Der Deutsche Kinderschutzbund rügte drastische Szenen und erinnerte an die Probleme für die Betroffenen, die nach der Ausstrahlung ungelöst bestehen blieben. Die Landesmedienanstalten forderten generell von den Sendern eine Selbstverpflichtungserklärung, wonach bei Dokusoaps und Castingshows die Regeln der Menschenwürde einzuhalten seien.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes “TV-Super Nannys“ der Universität Wien aus dem Jahr 2006 belegen dagegen laut Kinderhilfe die positiven Folgen der Sendung: Die “Super Nanny“ erhöhe die Bereitschaft der Eltern, sich an eine professionelle Erziehungsberatung zu wenden. Zugleich wachse die Sensibilität für Erziehungsthemen im Allgemeinen.

Die Studie belege außerdem, dass durch die Sendung gerade die Bevölkerungsschichten erreicht würden, die einer professionellen Erziehungsberatung eher skeptisch gegenüber stehen. Den Staffel-Auftakt am Mittwochabend verfolgten bei RTL 3,22 Millionen Zuschauer.

dpa

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