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„Es war für mich ein großes Geschenk“: Cornelia Patzlsperger aus München scheidet ohne Groll von „DSDS“.

„So funktioniert das Spiel“

Cornelia Patzlsperger über Zickenterror und ihr Ausscheiden bei „Deutschland sucht den Superstar“

Aus für die Münchnerin Cornelia Patzlsperger (29) bei „DSDS“. Um kurz vor Mitternacht war klar, dass für die Frau mit der Harfe der Traum vom Superstar geplatzt ist, während ihre Konkurrentin Annemarie Eilfeld trotz der Buhrufe des Publikums und des Eklats während der Show in die nächste Mottoshow darf.

-Frau Patzlsperger, wie geht es Ihnen am Tag danach?
Mir geht es gut. Ich hab’ jede Woche damit gerechnet, dass ich rausfliege, so funktioniert das Spiel. Man muss das pragmatisch sehen.

-Trotzdem ist die Enttäuschung in dem Moment doch sicher groß?
Klar. Vor allem, wenn jemand neben einem steht und weiter kommt, den man nicht unbedingt gut leiden konnte. Aber die Zuschauer haben mit ihrer Entscheidung für Annemarie entschieden. Sie wollen mehr Zickenterror sehen – und das ist eben nicht mein Ding.

-Ist der denn wirklich so schlimm oder nur PR-Masche?
Wir gehen natürlich hinter den Kulissen nicht permanent aufeinander los. Aber es gibt Menschen, die sich ein bisschen egozentrischer und unfairer verhalten als andere. Insofern bekommen manche schon die Presse, die sie verdienen.

-Der Zickenterror kann aber doch nicht der einzige Grund für Ihr Scheitern gewesen sein?
Nein, natürlich nicht. Das Lied („Your Song“ von Elton John, Red.) ist mir nicht leicht gefallen, weil ich mich bei so vielen melodischen Wechseln sehr aufs Spielen und weniger aufs Singen konzentrieren muss. Ich habe auch keine Leidensstory wie andere und polarisiere nicht so sehr. Aber nach Gründen zu suchen ist jetzt müßig. Ich hätte mir nie träumen lassen, überhaupt so weit zu kommen.

-Ein Vorwurf an die Show ist, dass ab den Mottoshows weniger das Können als vielmehr die Anzahl der anrufenden Fans entscheidet...
DSDS ist ein Format, das auf Boulevard aufgebaut ist. Das weiß jeder, der da mitmacht. Insofern muss man damit leben. Ich wurde auch gefragt von der „Bild am Sonntag“, ob ich mich ausziehe – ich wollte es nicht. Ich denke, man kann hier trotzdem auch weiterkommen, wenn man nicht die totale Rampensau ist.

-Was nehmen Sie mit von DSDS?
Es war für mich ein großes Geschenk. Ich hatte eine sensationelle Plattform, um mich musikalisch auszutoben, habe mit hochprofessionellen Musikern gearbeitet, tolle Coaches gehabt und durfte dreimal wunderschön aussehen. Das sind einmalige Erfahrungen.

Das Gespräch führte Melanie Brandl.

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