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Günther Jauch im Interview.

Vier Fragen an Günther Jauch

Köln - Der Millionengewinn bei der SKL-Show wird diesmal unter 28 Spielern aufgeteilt. Darüber haben wir mit Günther Jauch gesprochen.

Herr Jauch, ist es nicht ein seltsames Gefühl, eine Sendung zu moderieren, die nicht im Fernsehen ausgestrahlt wird?

Günther Jauch: Ja. Aber die Sendung läuft ganz normal ab, nur dass man sie ausschließlich im Internet anschauen kann.

Was sagen Sie zu der Entscheidung der Landesmedienanstalt?

Jauch: Das ist eine ebenso lächerliche wie politisch motivierte Entscheidung, um das Glückspielmonopol des Staates zu sichern. Wir haben diese Sendung zehn Jahre lang erfolgreich gemacht, und zwar ohne irgendeine Beanstandung. Uns ist kein Mensch bekannt geworden, der durch den Kauf eines SKL-Loses der Glückspielsucht anheimgefallen ist. Wenn Sie mir nur einen einzigen solchen Menschen bringen, verpflichte ich mich, ihn persönlich zu therapieren! Seltsamerweise darf man ja in Ausschnitten über die Sendung berichten, sie aber nicht in voller Länge zeigen. Das ist mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar.

Vor dieser Show haben Sie eine Reihe bisheriger Gewinner getroffen. Wie kommen die mit dem vielen Geld zurecht?

Jauch: Richtig gut. Die meisten halten den Ball sehr flach. Zum Beispiel der Gewinner, der sich freute, dass er sich nun endlich diesen tiefer gelegten AMG-Mercedes kaufen konnte. Ein halbes Jahr später treffe ich ihn wieder und frage: ,Und, wie ist das Auto?‘ Sagt er: „Super, den haben die mir vor die Tür gestellt, ist toll gefahren.‘ Aber gekauft hat er ihn letztlich nicht! Denn in dem Moment, wo er sich sein Traumauto leisten konnte, war der Reiz weg.

Verdirbt Geld den Charakter?

Jauch: Glaube ich nicht. Wer sich von Geld beherrschen lässt, anstatt es selbst zu beherrschen, der hat ein Problem. Aber wer vorher Charakter hatte, hat ihn im allgemeinen auch mit viel Geld.

Das Gespräch führte Ingo Wilhelm 

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