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Ein super Team: Kommissarin Sophie Haas (Caroline Peters, r.), Bärbel Schmied (Meike Droste) und Dietmar Schäffer (Bjarne Mädel).

Verlässt Bjarne Mädel ARD-Serie?

Mord mit Aussicht: Peters räumt mit Gerüchten auf

München  - Fans waren geschockt: Bjarne Mädel, der Kult-Polizist der Serie "Mord mit Aussicht", will gehen, hieß es. Seine Kollegin Caroline Peters räumt nun mit den Gerüchten auf.  

Diese Nachricht im Januar überraschte: Bjarne Mädel macht Schluss mit der Serie Mord mit Aussicht in der ARD. Die am Dienstag in der ARD, 20.15 Uhr, anlaufende dritte Staffel sei seine letzte in einer Polizeiuniform. Der Grund: der seiner Meinung nach lieblose Umgang der Verantwortlichen mit der Serie und den Schauspielern. „Ich glaube, er ist ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen“, sagte jetzt seine Kollegin und Serien-Chefin Caroline Peters unserer Zeitung. „Denn die vierte Staffel, aus der er aussteigen wollte, ist uns bislang noch gar nicht angeboten worden.“

Peters spielt die Kommissarin Sophie Haas, die aus Köln ins Eiffel-Dorf Hangasch zu den Provinz-Polizisten Dietmar Schäffer (Mädel) und Bärbel Schmied (Meike Droste) versetzt wurde. Das Trio ermittelte 2007 noch mit mauen Quoten, später entwickelte sich die Serie zum Hit. „Mord mit Aussicht“ ist auch der Ursprung der Regional-Schmunzel-Krimis, ein geglücktes Experiment also. Im herrschenden TV-Einheitsbrei wagte das Team damals etwas. Kritiker feierten die Serie. Die ARD freute sich auch – und kürzte die Drehzeit. „Da loben sie dich und nehmen dir gleichzeitig die Wurst vom Brot“, sagte der 46-jährige Mädel damals frustriert. „Die eigentliche Arbeit eines Schauspielers ist es, kreativ zu sein. Aber da kommt man kaum noch zu. Man liefert nur noch ab.“

Darauf angesprochen verteidigt Peters ihren Kollegen, zumindest teilweise. „Uns wurde insgesamt pro Staffel ein drittel Drehtag gestrichen“, sagt die 42-Jährige. „Das hört sich erst einmal wenig an, aber das war bei der Arbeit sehr spürbar. In diesem Punkt also hat er vollkommen Recht.“ Werde ihnen weiter Zeit gestrichen, könnten sie das alles nicht mehr schaffen. „Wir drehen seit sieben Jahren ein irres Pensum, und das hat sich noch kontinuierlich gesteigert! Da wird man natürlich ungemütlich, weil sich ja auch die Erwartungen an uns kontinuierlich gesteigert haben.“

Außerdem, so sagt die zum Ensemble des Wiener Burgtheaters gehörende Schauspielerin, möchten sie als Künstler stets etwas draufsetzen. „Wenn einem das dann nicht möglich gemacht wird, im Gegenteil, einem Steine in den Weg gelegt werden, weil man denkt: ,Wieso? Das läuft doch jetzt! Damit müsst ihr klarkommen!‘. Dann wird man sauer.“ Darüber müsse man auf alle Fälle reden.

Doch sie kritisiert auch ihren Kollegen Mädel: „Warum man über Ausstiege aus einer Staffel spricht, die einem noch gar nicht angeboten worden ist, ist mir ein Rätsel.“ Auch, weil die ARD es bislang immer so gehandhabt habe, dass die neue Staffel erst ab dem Moment verhandelt werde, ab dem die aktuelle im Fernsehen laufe. Hat diese Erfolg, setze man sich zusammen und bespreche, unter welchen Umständen es weitergehen könnte...

Rückmeldung vom Sender habe Peters zu Mädels Kritik nicht bekommen: „Nein, das hat gar nichts mit mir zu tun. Das ist sein Leben! Und über ungelegte Eier kann kein Mensch reden! Das ist eine so Heiße-Luft-Diskussion, daran möchte ich mich gar nicht beteiligen.“

Angelika Mayr

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