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Seit 1810 findet auf der Theresienwiese das Münchner Oktoberfest statt - Stoff genug für eine eigene Serie.

Finanzierung wackelt noch

BR arbeitet an historischer „Oktoberfest“-Serie

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Das Münchner Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt mit einer packenden Historie. Für den Bayerischen Rundfunk ein klarer Fall fürs Fernsehen. 

München - Wer hat’s erfunden? Ein Franke! Das erste große Festzelt auf der Münchner Theresienwiese wurde tatsächlich vom Nürnberger Großgastronom Georg Lang errichtet. 1898 ersteigerte er als Nichtmünchner über Strohmänner mehrere Wirtsbudenplätze und realisierte seinen Traum von der Bierhalle mit Live-Musik. Ein raffinierter Schachzug und Stoff für eine ­fiktionale Miniserie, an deren Realisation der BR gemeinsam mit der ARD Degeto, dem WDR und MDR derzeit fieberhaft arbeitet. 

Die historische Reihe erzählt von den intriganten Machtkämpfen der einflussreichen Münchner Brauereien um 1900. Um ihre streng behüteten Schanklizenzen für die Bierzelte auf dem Oktoberfest zu verteidigen, schrecken diese vor nichts zurück – auch nicht vor Mord. In sechs jeweils 45 Minuten langen Episoden soll Regisseur Hannu Salonen, der schon zahlreiche Tatort-Folgen gedreht hat, die hochspannende Geschichte des weltweit größten Volksfestes erzählen. Die einzelnen Drehorte stehen laut BR noch nicht fest. ­Sicher aber ist, dass sich die Original-Wiesn nicht als Kulisse für das historische Spektakel eignet, sondern eine eigene Zeltstadt nachgebaut werden muss. 

Am Drehbuch arbeitet derzeit noch ein Team um den Straubinger Headautor Christian Limmer (Sau Nummer vier). Wiesn-Wirte-Sprecher Peter Inselkammer hat die Verantwortlichen laut Bild-Zeitung beraten. „Ich habe erklärt, wie das Oktoberfest abläuft, wie Lizenzen vergeben werden, wie Verträge aussehen und wer was entscheidet“, so der 48-Jährige. Mehr Details aber wollen die Produktionsfirmen Zeitsprung-Pictures und Violet Pictures zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt geben. 

Noch stehe die Finanzierung des Projekts, bei dem die Dreharbeiten fürs späte Frühjahr diesen Jahres geplant sind, nicht auf sicheren Füßen, heißt es beim Sender. Der FilmFernsehFonds (FFF) Bayern unterstützt die Idee bereits mit 900.000 Euro und auch die Medienstiftung NRW glaubt an die Miniserie und steuert 600.000 Euro bei. Weitere Investoren verhandeln noch. Das intrigenhafte Spiel von Georg Lang, der „ein Prosit der Gemütlichkeit“ auf die Wiesn brachte, dürfte sie überzeugen. Die Reihe soll im kommenden Jahr in der ARD ausgestrahlt werden.

Lesen Sie auch: Nach Aus auf dem Nockherberg: „Mama Bavaria“ bekommt eigene TV-Show und Schlappe für Münchner Wiesn-Legende: Richterin lässt sich auch im Wirtshaus nicht umstimmen

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