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Der Schwabinger hat sich – halb aus Langeweile, halb aus Neugier – bei der Sendung beworben.

Was dahinter steckt

Münchner stellt Rekord beim Perfekten Dinner auf

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Der Münchner André Bandel, ist mit 85 der bisher älteste Teilnehmer der Vox-Show „Das perfekte Dinner“. Wir haben mit ihm über das Kochen gesprochen.

München - In gut zehn Jahren und annähernd 3000 Folgen hat es unzählige Kandidaten gegeben – aber keiner war so alt wie er. André Bandel aus Schwabing, Münchner Urgestein mit Lederhose und Backenbart, ist mit seinen 85 Jahren der älteste Teilnehmer, den die Vox-Show Das perfekte Dinner je hatte. „Ich habe kein Problem mit meinem Alter. Warum auch? Ich kokettiere ein bisschen damit. Aber ich bin kein alter Depp“, sagt der Schwabinger, der sich – halb aus Langeweile, halb aus Neugier – bei der Sendung beworben hat. Seinen Mitstreitern servieren wird er in der Folge am Dienstagabend um 19 Uhr ein Carpaccio mit Prärieaustern, Ochsenbackerl mit saisonalem Gemüse und drei verschiedene Palatschinken. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht Bandel über seine Leidenschaft für gutes Essen und erzählt, wie er überhaupt zum Kochen gekommen ist.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, beim „Perfekten Dinner“ mitzumachen?

André Bandel: Ich bin seit Jahren großer Fan der Sendung. Und immer samstags, wenn ich mit einem Freund im Hofbräuhaus sitze – da bin ich seit 60 Jahren Stammgast – sprechen wir über das, was in der Woche beim „Perfekten Dinner“ alles passiert ist. Irgendwann kam dann die Idee auf: Ich bewerbe mich. Dann gab es ein Casting – und Anfang Mai wurde gedreht.

Und nun sind Sie der älteste Teilnehmer in der Geschichte der Sendung.

Bandel: Ja, das ist schon verrückt. (Lacht.)

Wie sind Sie zum Kochen gekommen?

Bandel: Ich liebe Kochen, seit ich denken kann. Am liebsten koche ich für viele Leute. Ich bin gerade in Nürnberg beim Geburtstag meiner Nichte. Da habe ich für 25 Gäste gekocht. Das ist wunderschön. Und das mache ich auch in meiner Wohnung am liebsten. Je mehr Gäste, desto besser. Dann werden ein paar Tische zusammengestellt, und schon haben wir eine große, tolle Runde.

André ist der älteste Teilnehmer, den die Show bisher hatte. Ihn juckt das nicht. 

Was sind Ihre Spezialitäten?

Bandel: Am liebsten koche ich bayerisch. Gerne Wild. Oder einen Schmorbraten. Das ist schon etwas sehr Feines.

Klingt recht ambitioniert. Wo haben Sie Kochen gelernt?

Bandel: Bei meiner Großmutter. Die war Hochzeitsköchin und hat für große Feiern die besten Essen gezaubert. Da konnte ich mir schon als kleiner Bub viel abschauen. Von meiner Mutter habe ich auch einiges gelernt – und ich hatte fünf große Schwestern. An Lehrmeisterinnen hat es also nicht gemangelt. (Lacht.)

Haben Sie mal überlegt, das Kochen zu Ihrem Beruf zu machen?

Bandel: Nein, das nicht. Ich bin Schneidermeister, hatte 50 Jahre ein Herrenmodengeschäft in Schwabing. Als ich vor fünf Jahren 80 wurde, habe ich den Laden aufgegeben.

Was bedeutet Ihnen gutes Essen?

Bandel: Es geht auf jeden Fall um viel mehr als um Nahrungsaufnahme. Es geht um Geselligkeit, um gute Gespräche, die sich bei Tisch mit einem guten Essen entwickeln. Und ich mag es, Menschen zu bewirten, zu verwöhnen.

Haben Sie Familie?

Bandel: Nein, ich bin immer Junggeselle geblieben. Ich sage immer, ich habe eine Goldallergie am rechten Finger, deswegen konnte ich nie einen Ehering tragen. (Lacht.)

Die Sendung, die heute Abend ausgestrahlt wird, ist ja bereits aufgezeichnet. Wir wollen natürlich nicht zu viel verraten – aber wie haben die anderen so gekocht?

Bandel: Schon gut, finde ich. Wir hatten jedenfalls recht viel Spaß und lagen in der Bewertung nah beieinander. Ich hätte mir vielleicht ein, zwei Punkte mehr gewünscht. Aber so passt es auch.

Erst vor kurzem war die Sendung in Bayern zu Gast, zum Beispiel in Bad Tölz

Das Gespräch führte Stefanie Thyssen.

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