Musik- und Rate-Talente

Sauerlach - Er hat die erste Hürde genommen: Tobias Krieger aus Sauerlach überzeugte am Samstag die Jury in der neuen RTL-Sendung "Das Supertalent". Zwei Landräte aus Niederbayern gewannen indes beim "Quiz" im Ersten.

Dieter Bohlen war eindeutig im Urteil: "Für mich hast Du Talent, ganz klar." Doch statt nervös oder verlegen zu werden, konterte Tobias Krieger ebenso gelassen wie knapp: "Ja". Damit hatte er die Lacher der Zuschauer im Berliner Studio und vor den Fernsehern auf seiner Seite.

Rund 4,4 Millionen schalteten die erste Ausgabe von "Das Supertalent" ein. Sie verfolgten, wie der sechsjährige Trompeter, der sich für die Teilnahme im Vorfeld bereits gegen gut 5000 Bewerber durchgesetzt hatte, die Jury überzeugte, in der neben Bohlen Moderatorin Ruth Moschner und Zirkusdirektor André Sarrasani sitzen.

Nach seinem Vorbild gefragt, nannte Tobias den gefeierten Jazz-Trompeter Till Brönner. Auch sprach für ihn, dass er auf Bohlens Frage "Kennst Du eigentlich diesen Stefan Mross?" mit "Nein" antwortete. Die Debatten um das Können des Volksmusik-Trompeters nutzte Bohlen für ein weiteres Kompliment: Mross werde sich noch warm anziehen müssen - "Ich glaube, dass Du jetzt schon besser live spielst als er." Noch hat sich Tobias Krieger allerdings nicht für das Finale am 3. November qualifiziert, bei dem der Gewinner, den die Zuschauer dann telefonisch ermitteln, 100 000 Euro erhält.

An diesem Samstag steht zunächst eine weitere Halbfinalsendung an. An deren Ende werden aus beiden Shows rund 50 Talente bleiben - nur zehn kommen jedoch ins Finale. Für Tobias Krieger bedeutet das, dass er am Ende der Sendung am Samstag (die ebenso wie die vorgestern bereits aufgezeichnet ist), von der Jury erfahren wird, ob er unter den Glücklichen ist. Das Finale wird live gesendet.

Über 30 000 Euro dürfen sich dagegen zwei Landräte aus Niederbayern bereits seit Freitag freuen. Heinrich Trapp, Landrat von Dingolfing-Landau, und Heinz Wölfl, der das Landratsamt in Regen leitet, konnten in der ARD-Sendung "Das Quiz" neun von zwölf Fragen erfolgreich beantworten. Die beiden Politiker traten bei Jörg Pilawa gewissermaßen als "Große-Quiz-Koalition" an, der 56-jährige Trapp hat ein SPD-Parteibuch, sein zwei Jahre jüngerer Kollege ist CSU-Mitglied.

Sie scheiterten an der 50 000-Euro-Frage nach der Maillard-Reaktion, die nach ihren Angaben Blut gerinnen lässt. Tatsächlich bezeichnet der nach dem Chemiker Louis Camille Maillard benannte Vorgang die chemischen Vorgänge während des Bräunens beim Brotbacken oder dem Braten von Fleisch.

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