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Die Schauspieler der ARD-Vorabendserie "Lindenstraße", Bill Mockridge als Erich Schiller und Marie-Luise Marjan als Helga Beimer.

"Mutter" Beimer dreht am Walchensee: "Wunderbare Abwechslung"

Jachenau - Rarität in der "Lindenstraße": Marie-Luise Marjan als Helga Beimer und ihr Film-Mann Erich Schiller (Bill Mockridge) haben für einige Tage das Studio in Köln verlassen, um am idyllisch gelegenen Walchensee in Oberbayern zu drehen.

"Wir hatten noch nie einen Außendrehtag in Bayern", sagte die 68-Jährige am Mittwoch in einer Pause. Nur rund fünf Prozent der "Lindenstraße"-Serie werden außerhalb des Studios beziehungsweise des dazugehörigen Außengeländes gedreht, wie ein Sprecher der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion erläuterte.

In der 1246. Folge mit dem Untertitel "Der Tag am See" -Sendetermin: 18. Oktober, 18.50 Uhr im Ersten - will der mit einem Kunstherz lebende, schwer kranke Mann von "Mutter Beimer" unbedingt noch einmal seinem Hobby, dem Angeln frönen. Er unternimmt dazu -seelisch am Ende und gar als eine Art Abschied - mit Frau sowie den Kindern Marion (Ulrike C. Tscharre) und Klaus (Moritz A. Sachs) einen Ausflug an einen See. Weil im Drehbuch von alpiner Kulisse die Rede ist, musste das Team einen oberbayerischen See aussuchen, zumal die "Lindenstraße" in München spielt.

Die Wahl fiel auf den Walchensee, eine gute Autostunde von Bayerns Landeshauptstadt entfernt. Mitten im Kurzurlaub erreicht Erich Schiller die Nachricht, dass ein Spenderherz für ihn gefunden wurde. Es bricht Hektik aus, der Alpen-Trip hat für Helga Beimer und Erich Schiller ungeahnte Folgen - mehr verrieten Regisseur Iain Dilthey und seine 20-köpfiges Crew am Mittwoch nicht.

"Das ist eine wahnsinnige Kulisse, einmalig, wunderschön", schwärmte Marjan von den Dreharbeiten für siebeneinhalb Fernsehminuten am und im Walchensee. Mal nicht im Studio, sondern in einem Ruderboot zu filmen, sei eine "wunderbare Abwechslung". Sie werde nach den Dreharbeiten für die vier Szenen noch um den See radeln und auf den nahen Herzogstand wandern, verriet die Schauspielerin.

Der gebürtige Kanadier Bill Mockridge stellte landschaftliche Ähnlichkeiten mit seiner einstigen Heimatprovinz Ontario fest. Er sei trotz der kühlen Luft- und Wassertemperaturen im Walchensee geschwommen. Der oberbayerische Gebirgssee diente schon mehrmals als Filmkulisse. Vor mehr als 40 Jahren drehte dort Kirk Douglas den Film "Die Wikinger". Und erst kürzlich inszenierte Michael "Bully" Herbig seinen neuen Streifen "Wickie und die starken Männer".

Die Ausstrahlung der seit fast 24 Jahren laufenden ARD-Serie "Lindenstraße" ist bis Ende 2011 vertraglich gesichert. "Natürlich soll es auch danach weitergehen", sagte ein Sprecher der Produktionsfirma. Die Verhandlungen dazu mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) und Autor Hans W. Geißendörfer sollen rechtzeitig aufgenommen werden. Den Angaben zufolge sehen im Jahresdurchschnitt 3,7 Millionen Menschen sonntagabends die "Lindenstraße", was einem Marktanteil von 15 Prozent entspricht.

dpa

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