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Die Hauptkommissare Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) ermitteln in Leipzig.

"Nasse Sachen": TV-Kritik zum Leipziger "Tatort"

Leipzig - "Nasse Sachen" beim Leipziger "Tatort": Ein Stück DDR-Geschichte trifft auf die Vergangenheit der ermittelnden Kommissarin Eva Saalfeld (Simone Thomalla). Hier unsere Kritik:

Eine alte Schweinerei der Stasi – das also ist des Pudels Kern in diesem „Tatort“ (ARD), der die Leipziger Kommissare Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) zunächst ins Milieu skrupelloser Autoschieber zu führen scheint. Ach wäre die Story doch da geblieben! Stattdessen verheben sich Autor Andreas Knaup und Regisseur Johannes Grieser in „Nasse Sachen“ an einem Stück DDR-Vergangenheitsbewältigung, in die zu allem Überfluss – manche Drehbuchschreiber können’s eben nicht lassen – auch noch eine der ermittelnden Personen privat involviert ist.

Das Ergebnis ist an Plattheit kaum zu überbieten. Erpressung, Mord, zerplatzte Träume und obendrein ein Totgeglaubter („Eva?“ – „Papa!“), der plötzlich wieder auftaucht – unaufhaltsam rast diese Geschichte dem Totalschaden entgegen wie ein Trabi beim Crashtest. Dieser Totalschaden tritt spätestens ein, als beim peinlichen Showdown im Parkhaus des Flughafens Vater Saalfeld (Günter Junghans) seiner Tochter die Lebenslügen beichtet.

Doch auch schon zuvor war’s steil bergab gegangen in diesem Film, mit entsetzlich papierenen Dialogen, ein wenig alberner Action und einem äußerst lieblos inszenierten Exkurs in Sachen problematischer Schusswaffengebrauch. Und als ob das alles noch nicht gereicht hätte, kam dazu die hohle, von Anfang an nervende Metaphorik über die (menschliche) Kälte, die allerdings Martin Wuttke dazu zu nutzen schien, sich sozusagen zwischen den Zeilen zu schütteln ob dieses schalen Falles.

Warum nicht einmal ein („Tatort“-)Krimi über Leichen im Keller ehemaliger DDR-Funktionäre – aber bitte, bitte nicht so!

Rudolf Ogiermann

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