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Regisseur Matthias Kiefersauer am Gärtnerplatz in München. Er dreht für's ZDF.

Prominent besetzt

Münchner dreht neue ZDF-Krankenhaus-Serie

München - Das ZDF hat eine neue Krankenhaus-Serie: Der Münchner Regisseur Matthias Kiefersauer dreht erste Folgen der prominent besetzten neuen Reihe „Bettys Diagnose.

Noch wird geprobt, am Dienstag beginnen die Dreharbeiten: Der Münchner Regisseur Matthias Kiefersauer arbeitet an den ersten vier Folgen der neuen ZDF-Serie „Bettys Diagnose“, die ab 9. Januar freitags ausgestrahlt werden sollen. „Es ist eine Riesenehre, dass ich die erste Staffel machen darf“, freut sich der Münchner Regisseur, der in Wolfratshausen geboren ist. „So habe ich die Chance, den Figuren der Serie als Erster ein Gesicht zu verleihen und die Charaktere von Beginn an zu gestalten.“

Kiefersauer, unter anderem Kolumnist unserer Zeitung, wurde von der Produktionsfirma „Network Movie“ für den Auftakt der Serie engagiert, die weiteren Folgen sollen von anderen Regisseuren fortgesetzt werden. „Das ist wie bei einer Zugfahrt: Ich bin der erste Zugführer, dann übernimmt ein anderer, und die Reise geht weiter.“

Die Handlung orientiert sich am Arbeitsalltag der Krankenschwester Betty. Dabei gibt es verschiedene Handlungsstränge, die sich durch alle Folgen ziehen, wie beispielsweise Bettys Privatleben oder die Beziehung zu anderen Schwestern und Ärzten. In jeder Folge treten außerdem verschiedene Patienten auf, wobei die Krankheitsfälle meist nicht zu dramatisch dargestellt werden. „Es gibt natürlich schon immer einen tragischen Kern, oben drüber liegt aber der komödiantische Mantel“, berichtet der Regisseur. „Bettys Diagnose“ ist also kein Blick in eine vorwiegend schicksalsschwere, sondern in eine heitere Krankenhauswelt. Genau diese Mischung aus Ernst und Witz macht laut Kiefersauer, der vom Drehbuch begeistert ist, den Charakter der Serie aus: „Der Humor beschränkt sich Gott sei Dank nicht darauf, dass jemand eine Tür ins Schloss wirft und die Hauptperson dagegen läuft. Meistens sind die Pointen sehr tiefgründig und ausgereift.“ Dazu kommt eine durchaus prominent bestückte Besetzungsliste: Bettina Lamprecht („heute show“, „Ladykracher“, „Pastewka“) spielt die Krankenschwester Betty, eine weitere Hauptrolle bekommt Max Grill („Der letzte Bulle“). In Gastauftritten werden unter anderem Hugo Egon Balder, Meike Droste, Peter Lerchbaumer und Rike Schmid zu sehen sein. Bis Ende Juli wird 28 Tage lang gedreht, für jede der Folgen, die am Ende 45 Minuten lang sein sollen, sind also sieben Tage eingeplant.

Mit den meisten Schauspielern hat Kiefersauer, Jahrgang ’73, bisher noch nicht zusammengearbeitet, die Probearbeiten stimmen ihn jedoch sehr optimistisch: „Bis jetzt lässt sich alles gut an, man merkt, dass die Leute große Lust auf das Projekt haben.“ Er habe sich beim Lesen des Drehbuchs ein Bild von den Figuren gemacht, durch die Zusammenarbeit mit den Darstellern werde nun an diesen Vorstellungen gefeilt und Merkmale und Besonderheiten der Figuren herausgearbeitet. „Natürlich gibt es da verschiedene Visionen“, berichtet der Regisseur, „aber das ist auch gut – so kommen am Ende vielseitige Charaktere heraus“.

Kiefersauer, der vor allem für bayerische Produktionen wie die BR-Fernsehserien „Franzi“ und „Komödienstadel“ oder Filme wie „Wunderbare Tage“ und „Baching“ bekannt ist, will mit „Bettys Diagnose“ zeigen, dass er auch ohne bairischen Dialekt zurechtkommt – schließlich sind die Drehorte Aachen, Köln und Leverkusen doch ein gutes Stück weit von der weiß-blauen Heimat entfernt. Aufgrund seiner bisherigen Filme hafte ihm latent der Stempel an, nur mit bayerischen Produktionen erfolgreich sein zu können. Das soll sich ändern: „Ich hoffe, dass die Leute durch ,Bettys Diagnose‘ merken: ,Hey, der Kiefersauer kann ja auch Hochdeutsch!‘“

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Andreas Torwesten

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