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Die ARD-Vorsitzende Monika Piel

Zielgruppe: 14 bis 29

Neuer Jugendkanal geplant - Kritik von RTL

Berlin - Ein neuer öffentlich-rechtlicher Sender ist in Vorbereitung: Die ARD will gemeinsam mit dem ZDF einen Fernsehkanal gründen, der junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren anspricht.

Nach langem Hin und Her will die ARD nun doch gemeinsam mit dem ZDF einen Jugendkanal für 14- bis 29-Jährige gründen. Das kündigten die Intendanten nach ihrer Hauptversammlung am Mittwoch in Köln an. Die Sender strebten eine Fusionierung des bereits existierenden Digitalsenders Einsplus und eines ZDF-Digitalkanals an, sagte die ARD-Vorsitzende Monika Piel. Das Projekt war jahrelang umstritten. Auch Piel hatte noch 2011 zur Idee eines ARD-Jugendsenders gesagt: „Wir haben gar nicht so viele jüngere Stoffe in anderen Programmen - es müsste für einen solchen "Jugendkanal" fast alles neu produziert werden.“

Jetzt sagte sie: „Es gab nie eine Uneinigkeit in der Richtung, dass ein solcher Jugendkanal wünschenswert ist.“ Der kritische Punkt sei die Finanzierung gewesen. Die Intendanten hätten nunmehr geklärt, woher das Geld kommen solle. Die ARD will den Etat von Einsplus, der rund sieben Millionen Euro beträgt, einbringen. Zusätzliches Geld werde nicht beantragt, sagte der für das Projekt verantwortliche SWR-Intendant Peter Boudgoust. In einem halben bis dreiviertel Jahr soll es schon losgehen. Ein Name für den neuen Kanal stehe noch nicht fest. „Jugendkanal wird es nicht heißen“, sagte Boudgoust.

Kritik kam vom größten Privatsender. Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei der Mediengruppe RTL Deutschland, erinnerte daran, dass die Entscheidung über die Gründung neuer öffentlich-rechtlicher Kanäle allein bei den Ländern liege und nicht bei den Intendanten. „Man fragt sich, was aus dem Plan der Länder geworden ist, die Anzahl der digitalen Spartenkanäle zu bereinigen. Es bleibt beeindruckend, das Auftragsversagen bei den jungen Zielgruppen in über 20 Sendern durch die Gründung eines neuen ausgleichen zu wollen.“

In der Debatte darüber, ob eine ARD-Talkshow gestrichen werden müsste und wenn ja welche, soll erst nächstes Jahr eine Entscheidung getroffen werden. „Bisher sind die Talkformate vom Publikum sehr gut angenommen“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres. Das Ganze sei vor allem eine Diskussion in den Medien, die Zuschauer schalteten in großer Zahl ein. Allerdings hatte zum Beispiel auch der WDR-Rundfunkrat „Bedenken“ gegen fünf abendliche Talkshows geäußert.

Von den Einschaltquoten her habe die ARD „schon schönere“ Jahre erlebt als das laufende, sagte Herres. Es hätten aber alle nationalen Vollprogramme mit Verlusten zu kämpfen. Die ARD schwächele nicht im Abendprogramm und auch nicht bei der Information, sondern am Vorabend. „Da hatten wir ein schwieriges Jahr.“ Man wolle es aber weiter mit dem Konzept regional verwurzelter Vorabendserien versuchen.

dpa

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