Und noch eine Castingshow

München - Michael "Bully" Herbig sucht ab heute bei Pro Sieben nach Darstellern für seine Version des Klassikers "Wickie".

Er hat in seinen Filmen schon Winnetou, Captain Kirk und Kaiserin Sisi durch den Kakao gezogen und damit Millionen in die Kinos gelockt. Nun wagt sich Michael "Bully" Herbig erneut an eine Ikone des Fernsehens - die Zeichentrickserie "Wickie und die starken Männer" aus den Siebzigerjahren. Die will Herbig aber nicht veräppeln, sondern als Abenteuerfilm für die ganze Familie auf die Leinwand bringen. Eine Hommage also, keine Parodie.

Für seinen Realfilm über die Abenteuer des findigen Wikingerbuben mit den roten Haaren sucht der 39-jährige Münchner nun einen Teil der Darsteller in der sechsteiligen Castingshow "Bully sucht die starken Männer", die ab heute jeweils dienstags um 20.15 Uhr auf Pro Sieben läuft. Natürlich lässt sich Herbig bei einem Projekt, in dem viel Arbeit und noch mehr Geld stecken, die Besetzung nicht aus der Hand nehmen: "Man kann sich bei einem Kinofilm nicht vorgeben lassen, mit wem man arbeiten soll", sagt er.

Also entscheidet allein die Jury, in der neben dem erfolgreichen Filmemacher noch Kinostar Jürgen Vogel und die Produzentin Rita Serra-Roll sitzen, wer am Ende mit von der Partie ist. Die Zuschauer dürfen dagegen nicht mitbestimmen. Gesucht wird außerdem nicht nach den Darstellern für Hauptfiguren wie den Titelhelden Wickie (Herbig: "Wir suchen Wickie nicht öffentlich, schließlich geht es um einen etwa achtjährigen Jungen") oder seinen Vater Halvar, den Draufgänger mit der Augenklappe.

Vielmehr geht es um Besetzungen für dessen Gefolgsleute - den dicken Faxe, die streitsüchtigen Spezln Tjure und Snorre, den Barden Ulme, den uralten Urobe und Gorm, der vor allem für seinen Spruch "Ich bin entzückt" bekannt ist.

Bewerben konnte sich vom Amateur bis zum Profischauspieler jeder, tatsächlich kamen Tausende Möchtegern-Wikinger zu den Vorentscheiden nach München, Köln, Hamburg und Berlin. Eines der wichtigsten Auswahlkriterien ist die Optik. Herbig: "Wickie ist Kult für ganze Generationen. Es ist wichtig, dass die Darsteller exakt den Original-Charakteren entsprechen." Die talentiertesten Bewerber wurden in Workshops eingeladen und lernten, sich wie ein Wikinger mit Streitaxt und Helm auf einem Drachenboot zu bewegen. Die besten 18 kämpfen nun in den Fernsehshows um die begehrten Filmrollen.

Ein fieses Spektakel, bei dem "Bully" wie bei der privaten Konkurrenz Dieter Bohlen die Bewerber platt macht, soll das Casting auf keinen Fall werden - das würde auch kaum zu den liebenswerten Geschichten um den ängstlichen, aber einfallsreichen Wickie passen, der die Wikinger immer wieder aus höchster Not rettet. "Ich habe kein Interesse, dass jemand heulend vor mir zusammenbricht. Wir wollen richtig Spaß haben", versichert Herbig, der auch einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen verspricht: "Das Casting ist ein sehr wichtiger Bestandteil einer Filmproduktion. Und das wird man sehen können."

Die letzte der sechs Folgen läuft am 20. Mai, die Dreharbeiten zu "Wickie und die starken Männer" sollen dann im Sommer beginnen. Der Kinostart ist für 2009 geplant.

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