Neues Erdbeben in Mexiko

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BR-Moderatorin Ursula Heller.

Nockherberg 2017

BR-Moderatorin: So reagieren Politiker aufs Derblecken

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München - Am Mittwoch müssen Politiker beim Derblecken auf dem Nockherberg gute Nerven haben. BR-Moderatorin Ursula Heller erklärt, welcher Polit-Profi wie reagiert.

Update vom 8. März 2017: Welche Witze zünden? Welche nicht? Wie ist die Fastenpredigt? Und wie das Singspiel. Wir bieten auch zum Nockherberg 2017 einen Live-Ticker. Hier verpassen Sie keinen wichtigen Moment.

Sie ist eine ausgewiesene Nockherberg-Expertin: BR-Moderatorin Ursula Heller (55) blickt mit ihrem Kollegen Werner Schmidbauer (55) jedes Jahr in „Bayern, Bier und Politik“ unter einem bestimmten Leitmotiv auf die Fastenpredigten und die Singspiele der letzten Jahre zurück (Mittwoch um 22.30 Uhr, Wiederholung vom Sonntag). 

Motto heuer: das Verhältnis von Horst Seehofer und Angela Merkel. Außerdem moderiert Heller das BR-Politikmagazin „Kontrovers“ vom Nockherberg (Mittwoch, 22 Uhr). Erfahrung hat die 55-Jährige reichlich: Von 2004 bis 2010  war sie zusammen mit Schmidbauer Reporterin am Nockherberg und hat mit ihm den Stammtisch „sauber derbleckt“ moderiert. 

Welcher Politiker nimmt die Sticheleien am gelassensten auf - und wer musste ab und an schon heftig schlucken? Die tz hat die BR-Moderatorin um ein (nicht immer ganz ernst gemeintes) Psychogramm der derbleckten Politik-Profis gebeten.

Die Sphinx 

Horst Seehofer: „Hat Spaß am Spiel und am Spielen, ist aber bekanntlich eine Sphinx. Letztes Jahr hat ihm einiges offenbar nicht getaugt, deshalb hat er immer nur gesagt: Passt schon.“ 

Der Gequälte 

Markus Söder: „Eigentlich Nockherberg-Profi. Er hat schon viele Schmähungen erlebt. In der letzten Zeit kann er allerdings nur noch gequält lächeln. Was vermutlich aber nicht am Nockherberg liegt.“

Der Selbstironische

Anton Hofreiter: „Verrät im echten Leben eher selten, dass er Humor hat. Auf dem Nockherberg kann er allerdings über sich lachen. Mittlerweile Stammgast.“

Die Hartgesottene 

Ilse Aigner: „Strahlt sogar noch, wenn sie auf der Bühne aufgegessen wird. Scheint über der ganzen Gaudi zu stehen und schaut doch manchmal etwas melancholisch - oder etwa nicht?“ 

Der Musterschüler

Hubert Aiwanger: „Sitzt da wie ein Musterschüler, kurz bevor er in der Stunde dran kommt. Freut sich offenbar grundsätzlich, dass er überhaupt erwähnt wird. Egal wie.“ 

Der Dickfellige

Joachim Herrmann: „Nicht umsonst ist sein Spitzname ,Balu der Bär’. An ihm scheint alles abzuprallen. Joachim Herrmann ist hart im Nehmen, wird aber auf dem Nockherberg auch selten so richtig durch den Kakao gezogen.“

Der Tragische 

Edmund Stoiber: „Hat meist heftig gelacht. Seine Frau dagegen blickte immer sorgenvoll, wie er die Pointen aufnimmt. Eisiges Schweigen herrschte allerdings im Saal, als Bruno Jonas 2006 das Bild von der Welle gezeichnet und ihn damit zum Gehen  aufgefordert hat. Da blieb manchem das Lachen im Hals stecken - fast ein tragischer Moment .“

Die Empörte

Barbara Stamm: „War beleidigt und empört über die Rede von Luise Kinseher vergangenes Jahr. Will heuer nicht mehr kommen, weil sie die Frauen ungerecht behandelt fand. Eine Überreaktion. Schade, vielleicht findet sich ja wieder ein Hintertürchen.“

Der Fernbleiber 

Alexander Dobrindt: „Ich kann mich an keinen Nockherberg mit ihm erinnern ... Schade, weil sein Darsteller Stefan Murr großartig ist. Aber die Maut ist halt ein echtes Jahrhundertprojekt ...“ 

Der Polit-Entertainer

Gregor Gysi: „Halt ein Polit-Entertainer, vielleicht der größte. Hat sich köstlich über das Derblecken amüsiert, die schnelle Wirkung vom Starkbier tat ein übriges. Der Begriff Maß ist ihm fremd.“

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